"Fresstage"

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Symphony
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Re: "Fresstage"

Beitragvon Symphony » 13. Januar 2012, 09:56

Stimmt, es gibt wirklich manchmal dann auch Tage, an denen man nicht so viel essen mag.
Vermutlich sind das wirklich natürliche Schwankungen unseres Körpers.

Ja nach einem KH-Ausrutscher kann ich mir gut vorstellen, dass die Fresssucht erst Recht beginnt, weil der Zucker das auslöst.
Wenn ich denke wie das bei mir vor LCHF war, dann hast Du mit deinem "die ganze Ernährung vorher war ja ein Fressanfall" absolut Recht ;) man war zwar meist total überessen, aber nicht "wohlig satt" und so schaufelte man immer mehr und mehr in sich rein...

Ich glaube auch, wenn man so einen "NImmersatt-Tag" hat und LCHF konform bleibt, dann beruhigt sichs auch wieder.
Wenn man aber dann den Gelüsten derart nachgibt, dass man Zuckerhaltiges reinschaufelt, dann glaube ich gibts kein Halten mehr!

Uddi
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Re: "Fresstage"

Beitragvon Uddi » 13. Januar 2012, 10:28

Ich finde das auch "befremdlich" und muss erst lernen damit umzugehen. Also solche Fressstage meine ich und dann auch wirklich zu essen (LCHF konformen lebensmittel natürlich). Ich mache jedesmal die Erfahrung, dass ich nach solchen Fresstagen dann auch wieder tagelang Ruhe habe und meistens am nächsten Tag kaum Hunger habe, sodass es sich ausgleicht. Sogesehen müsste ich keine Angst davor haben.

So Fresstage sind ja auch mal ganz gut für den Stoffwechsel, aber wie gesagt, mich grauts immer noch davor. Weil ich Fressanfälle sonst nur aus der KH-Welt kenne und dann Gnade allen Lebensmitteln die in meiner Nähe sind. Das ist dann so ein Kreis: Süßes - dann unbedingt was herzhaftes - danach was Süßes...

Gelegentliche Fresstage habe ich auch bei LCHF, aber dann ess ich 400g Käse und dann spätestens ist Feierabend, weils eklig wird ;) Bei mir ist sowas aber dann emotional bedingt, oder wenn ich viel Sport mache und tagelang zu wenig esse. Sport bremst bei mir den Hunger, ich esse dann viel zu wenig. Sobald ich zur Ruhe komme, holt sich der Körper dann zurück was er braucht.

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sola
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Re: "Fresstage"

Beitragvon sola » 13. Januar 2012, 11:26

Bei mir kann ich das am Zyklus festmachen. Am "schlimmsten" ist es um den Eisprung, da werde ich überhaupt nicht satt, aber auch kurz vor Einsetzen der Blutung habe ich oft so einen Nimmersatt-Tag.
Ich esse dann halt auch, was soll's ;)
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Re: "Fresstage"

Beitragvon dupsi » 13. Januar 2012, 11:34

Ich kenne Fresstage auch gut genug, aber seit dem ich LCHF mache, sehe ich das ganz entspannt. Zuvor hatte ich immer ein Kilo mehr auf der Waage, war dann frustriert und fühlte mich schlecht.

Inzwischen merke ich immer mehr, dass es bei mir auch der Kopf ist, die Langeweile oder das mir irgendwas auf die Nerven geht und ich fange an zu „grasen“. Tagsüber kann mich wunderbar zusammenreißen, aber abends, vor allem, wenn ich alleine bin, ist manchmal echt schlimm…

Tja und dann noch die Hormone… Habe auch vermehrt Gelüste auf Kohlenhydrate, wenn ich meine Tage bekomme. Da wäre dann ein warmer Milchreis oder so toll, aber da muss ich eben durch. ;)

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Re: "Fresstage"

Beitragvon Studentenmaedchen » 13. Januar 2012, 11:42

Huhu, kann da Uddi nur zustimmen!

Also, regelrechte Fressanfälle kenne ich auch nur zu kh-Zeiten, gerade diese Gier bei Nudeln und Schokolade!
Oh Mann, ich kam mir dann immer regelrecht wie fremdgesteuert vor!
GsD hatte ich seit lchf keine mehr, allerdings kommt es auch bei mir vor, dass ich deutlich über meinen Grund- bzw. Arbeitsumsatzes liege. Gerade in ganz stressigen Zeiten, wenn ich also ungeplant Speisen einfach nach Gusto zubereite, ich also vorab keine Einschätzung habe wieviel was wohl hat, bin ich beim abends zusammenrechnen schon echt überrascht, da ich dann auch schon mal bei 2500 - 3500 kcal liege...
Ich mach mir da aber keine großen Gedanken, da ich mir denke dass es sich alles wieder ausgleicht, da es durch meine Arbeitsschichten von 07:00 - 24:00 vorkommen kann, dass ich deutlich unter 1000 kcal liege....
Denk mir halt, wenn es wirklich Hunger ist, und kein grasen o.ä., wird der Körper schon seine Gründe haben, entweder der Ausgleich, oder vielleicht braucht er auch bestimmte Nährstoffe... Zudem war es ja auch früher so, dass die Jäger wenn was erbeutet wurde, sich richtig satt gegessen hatten und dann auch einige Tage eher wieder weniger aßen... und wie Sola schon schreibt, ist es bei Frauen auch zyklusbedingt...

Mach Dir also keine Gedanken, wenn es vereinzelt mal mehr ist, wenn Du jeden Tag deutlich drüber liegen solltest, kannste Dir ja immer noch überlegen, weshalb das so ist und wie man es ändert, wenn man es überhaupt ändern muss, weiß ja nicht ob du dann gleich zunimmst.
Interessanterweise habe ich die letzten 4 Monate, an denen ich stressbedingt gar nicht auf kcal geachtet habe und einfach gegessen habe wie es grad kommt, zwar bis auf 3 mal Reis und zu Weihnachten halt etwas Kartoffelklöße, Wein und Sekt..., sonst sehr lchfkonform, aber sehr sehr oft wirklich deutlich drüber gelegen habe, GsD nicht zugenommen :) Das hat mir die Hoffnung gegeben, wenn meine Abnahme mal beendet ist, ich mein Gewicht also auch mit lchf wunderbar halten kann, ohne dass die Ernährung viel Raum in meinem Alltag haben muss.
Ich habe in meinem Bekanntenkreis wirklich liebe und sehr erfolgreiche Abnehmerinnen, meist mit drastischer kcal-Diät, leider ist aber die Zeit nach der eigentlichen Diät, nicht anders, sie verkneifen sich alles, kreisen mit den Gedanken nur um's Essen, und kcal, Figur, Verbote, etc. Das möchte ich in diesem Leben wirklich nicht mehr!

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Re: "Fresstage"

Beitragvon Symphony » 13. Januar 2012, 12:02

Also gestern wars bei mir wirklich eher so ein "ich brauche noch mehr" und nicht so ein unkontrolliertes "grasen" wie früher...

Eigentlich ist es ja heftig... früher mit diesen Fressattacken (mit ein Grund weshalb ich zu lchf kam) fühlte ich mich soooooo sch******.... machte mir heftigste Vorwürfe, dass ich keine Selbstdisziplin hätte, dass ich vielleicht emotional/seelisch was erkennen und lösen müsste, dass meine Vorsätze meist nur wenige Stunden oder Tage halten und und und...

und heute mit lchf merke ich, dass ich eigentlich gar nicht so viel dafür konnte... klar kann man mit rigoroser Selbstkontrolle das Essen in den Griff bekommen. Ich glaube aber solche Personen haben andere (psychische) Probleme wenn man so heftig sich selbst kontrolliert und gegen seinen Körper arbeitet (weil er ja meist Hunger hat weil zu wenig Nährstoffe zugeführt werden). Aber überwiegend machte das wohl der Zucker mit mir und meinen Hormonen...

Insofern ist lchf auch Balsam für die Seele :D

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dupsi
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Re: "Fresstage"

Beitragvon dupsi » 13. Januar 2012, 12:34

Insofern ist lchf auch Balsam für die Seele :D
Das stimmt, man is(s)t viel entspannter, schläft besser, ist nicht mehr von seinem Blutzucker gesteuert, es schmeckt und nimmt dabei noch ab! Wäre ich doch schon früher zu LCHF gekommen, aber lieber spät, als nie :D

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Re: "Fresstage"

Beitragvon Studentenmaedchen » 13. Januar 2012, 12:49

Insofern ist lchf auch Balsam für die Seele :D
Das stimmt, man is(s)t viel entspannter, schläft besser, ist nicht mehr von seinem Blutzucker gesteuert, es schmeckt und nimmt dabei noch ab! Wäre ich doch schon früher zu LCHF gekommen, aber lieber spät, als nie :D
Das trifft es ziemlich gut! Geht mir ganz genauso! Zwar finde ich es wirklich sehr schade, dass es bei mir auch so lange gedauert hat, dass ich lchf für mich entdeckt habe, da es mir phasenweise wirklich unendlich schlecht ging, aber besser spät als nie! Nicht auszudenken, wie viel ich vielleicht jetzt wiegen würde, ganz zu schweigen davon wie mein Allgemeinzustand wäre... Insofern bin ich einfach heilfroh überhaupt zu lchf gefunden zu haben & mich auch auf das Projekt eingelassen zu haben! Viele andere finden den Zugang zu lchf nie... :(
Ich erzähle ja nicht viel, würde von mir selbst nie missionieren, aber wenn ich direkt dazu befragt werde, dann mache ich es, aber bislang erreiche ich damit niemanden, obwohl man bei mir ja sieht, dass es funktioniert...
Und damit meine ich nicht nur das Gewicht, das ist natürlich das was die Umgebung sofort sieht, aber auch Psyche und viele gesundheitliche Dinge die sich bei mir ja GsD massiv geändert haben, wenn ich davon erzähle, dann bekomme ich wieder nur so stirnrunzler und kopfschüttler. Die Leute tun mir soleid! Gerade ja auch, weil ja die eigenen Gewichtsprobleme bzw. andere gesundheitliche Probleme dazu bewogen haben, mich darauf anzusprechen...

Uddi
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Re: "Fresstage"

Beitragvon Uddi » 13. Januar 2012, 12:51

Seien wir lieber froh, dass wir es entdeckt haben. Besser spät als nie. Wehmütig zurückblicken, wäs hätte, würde, könnte bringt nix.

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Re: "Fresstage"

Beitragvon Carlos02 » 13. Januar 2012, 15:04

also ich habe solche

Nachfülltage

besonders dann, wenn ich Fisch und Geflügel esse, mehr noch an Fisch-Tagen. :shock:

Für den Moment bin ich zwar satt, aber das Fischeiweiß hält bei mir gar nicht lange vor, obwohl es doch so gesund ist.

Deshalb habe ich mir nun angewöhnt, den Fisch mit Käse zu kombinieren, damit tritt eine längere Sättigung ein. ;)

Und den abendlichen Spät-Hunger kann ich immer noch nicht richtig einordnen, ob es nun ein Verlangen des Körpers ist oder der Seele. :roll:


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