Spätfolgen ???

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Kat66
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Spätfolgen ???

Beitragvon Kat66 » 13. Mai 2014, 14:46

Hallo,
ich wollte mal hören, ob es hier jemand gibt, der LCHF schon mehr als 8-10 Jahre macht. Oder vll sogar noch länger.
Mich beschäftigt das Thema immens, denn ich habe 20 Jahre lang die Diagnose Reizdarm gehabt. Entweder ich konnte ein paar Tage gar nicht oder dann 10 x am Tag. Der Doc meinte, ich solle mich mehr entspannen.......und entstressen.
Nun war ich vor einiger Zeit bei einem Umweltmediziner. Dort wurden div Tests gemacht, u.a. ein relativ teurer Nahrungsmitteltest auf VERZÖGERTE Nahrungsmittelallergien. Also nicht so ein schulmedizinisches Ding.
An oberster Front Getreide ( außer Mais und Buchweizen )und Milchprodukte. Ich habe mich dann 3 Monate danach ernährt und 15 kg abgenommen. Leider hab ich danach wieder relativ normal gegessen und schnell wieder + 20kg gehabt.
Nun hab ich mich mit lchf / Paleo usw beschäftigt und irgendwie laesst mich das Thema Getreide nicht los. Ich merke, daß, wenn ich Getreide weglasse ( und zwar alles, auch Mais ) ganz normalen Stuhlgang habe und zum ersten Mal auch das Gefühl habe, der Darm ist leer.
Nun hat der Arzt einen Gentest auf Sprue/Zöliakie gemacht und dort hab ich ein positives Gen. Hat das schonmal jemand von Euch gemacht ?
Um aber nicht ganz vom Thema abzuschweifen:
Ich mache mir Sorgen, ob der doch relativ hohe Fettkonsum keine Spätfolgen haben könnte ? Ablagerungen in Gefässen etc.
Mag ja sein, daß sich bei einigen das Blutbild deutlich verbessert hat, aber gibt es Studien über eine Langzeiternährung im Bereich lchf ?
Und vor allem: MUSS man in Ketose sein ? Und wie stellt man das fest ?
Momentan lasse ich nur das Getreide / Zucker weg . Hab aber noch nie berechnet, wie sich die Nahrung nährwertmaessig pro Tag zusammensetzt. Wie macht Ihr das ?
Danke
Kat

Rainer
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Re: Spätfolgen ???

Beitragvon Rainer » 13. Mai 2014, 16:10

6 Jahre - keine Probleme.

Ich habe hohes Gesamtcholesterin, aber niedrige TG und ein gutes LDL-/HDL-Verhältnis. Mein Herz ist nach wie vor gut in Schuss, nachgewiesen wurde das durch ein Herzecho. Ich habe auch keine Angst vor 8, 10 oder 20 Jahren.

Ketose oder nicht ist mir sowas von egal, vermutlich bin ich aber überwiegend in Ketose. LINK DEFEKT - ENTFERNT - SUDDA sind mal zwei Berichte von Leuten, denen es mit LCHF dauerhaft gut geht. Ich wünsche dir, dass du auch dort hinkommst und dass du deiner Zöliakie durch gesunde Ernährung dauerhaft entrinnen kannst.

LG Rainer
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Kat66
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Re: Spätfolgen ???

Beitragvon Kat66 » 13. Mai 2014, 16:32

Ich hab nicht nur eine Baustelle, sondern ganz viele.....
Cholesterin 320 ( Quotient aber <3, deswegen lasse ich das so )
Homocystein 19,9
Ferritin manchmal zu hoch ( 200 )
V.a. Hashimoto ohne Antikörper

Ich bin seit Jahren dauermüde und erschöpft. Ich hoffe, daß sich das durch die Umstellung bessert.
Vielen Dank für den Link , werde ich mir mal angucken.
Zöliakie hab ich nicht, aber sie könnte wohl jederzeit ausbrechen durch das pos. Gen, von daher ist die Umstellung vll wirklich für mich positiv.
Habe mich vor vielen Jahren auch mal mit Blutgruppendiät auseinandergesetzt. Meine BG ( B Rh + ) hat ebenfalls ein Getreideproblem. Zufall ?

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hjt_Jürgen
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Re: Spätfolgen ???

Beitragvon hjt_Jürgen » 13. Mai 2014, 17:39

Moin Kat,

als vor Jahren Metabolic Typing son richtigen Hype hatte, wollte mir so ein eifriger Dr. Typisierer einreden, dass ich keineswegs so einfach auf KHs verzichten dürfte, um mit meinem diabetischen Blutzucker einfacher gesund klar zu kommen, sondern dass ich mich erst von ihm typisieren lassen müsste und dass dabei durchaus raus kommen könnte, dass ich sogar besonders viele KHs essen müsste. - Klar hat dann damals erstmal noch lange Zeit mancher Laien-Zweifel an mir genagt, ob der approbierte Fachmann nicht am Ende doch recht gehabt haben könnte.

Schließlich hab ich mich dafür entschieden, dass für mich am besten ist, womit ich am besten zurecht komme. Und wenn Ausmisten zu meinen beschwerlicheren Problemen gehörte, würde ich selbstverständlich die Ernährung wählen, mit der ich damit die geringsten Schwierigkeiten hätte. Finde natürlich gut, dass ich dafür keine KHs brauche ;)

Daumendrück, Jürgen

Ach ja, Langzeit-Beispiel:
Ich hab grad in nem anderen Fred auf den alten Doc Bernstein hin gewiesen. Seine Art LC ist sicher weitgehend deckungsgleich mit LCHF, und der macht das schon seit Ende der 70ger, Anfang der 80ger Jahre des vorigen Jahrhunderts und is inzwischen gesund und munter über 90 :)

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pinkpoison
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Re: Spätfolgen ???

Beitragvon pinkpoison » 13. Mai 2014, 18:38

Und was ist mit denen, die wegen Atkins- oder anderen ketogenen Diäten verstorben sind?

Einzelfallberichte derer, die es wieviele Jahre auch immer ohne spürbare gesundheitliche Beeinträchtigung durchgehalten haben, sind aus wissenschaftlicher Sicht völlig irrelevant für die Ableitung verallgemeinerunsfähiger Aussagen. Diejenigen, die solche Langzeitversuche nicht überlebt haben, können nicht mehr reden.

Solche Debatten erinnern mich immer an den Opa der 90 Jahre wurde obwohl oder weil er rauchte... irrelevant für eine objektive Beurteilung des Sinns und Unsinns des Rauchens.

Im Sprachgebrauch der Wissenschaft spricht man hier vom "Survivorship Bias". (http://en.wikipedia.org/wiki/Survivorship_bias)

An sauber gemachten wissenschaftlichen Langzeitstudien unter halbwegs kontrollierten Bedingungen führt kein Weg vorbei und solche existieren leider nur maximal für Zeiträume über zwei Jahre und insofern ist die einzige zulässige Antwort auf eine Frage nach der langfristigen Tragfähigkeit einer LCHF-Ernährung (die selbstverständlich ketogen sein muss, damit sie der Idee entspricht. High Fat in chronischer Glykosis ist der Freifahrtschein zum Metabolischen Syndrom):

Man weiß es (noch) nicht und jeder der es versucht, tut dies auf eigenes Risiko.

Kat66
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Re: Spätfolgen ???

Beitragvon Kat66 » 13. Mai 2014, 18:57

Pinkpoison: und was genau willst Du mir damit jetzt sagen ? Klingt ja eher nach gefährlich..........
Mir ist schon klar, daß scheinbar keine Studien existieren. Es gibt hier aber ja scheinbar eine immense Zahl an Leuten, deren Triglyceride, Zuckerwerte u.n.v.m sich deutlich verbessert haben. Das geht ja eher in die andere Richtung als Metabolisches Syndrom
Wer sagt mir denn, daß nicht sogar der massive Genuss von ( insbesondere )Getreide nicht zu dieser massiven Zunahme an Krebs führt ?
Beispiel: wir haben seit 1 Jahr einen Hund. Der kriegt ausschließlich getreidefreies Trockenfutter oder Barf ( rohes Fleisch ). Sobald auch nur ein geringer Getreideanteil ist, hat der Hund das gleiche Problem wie ich mit dem Stuhlgang :lol:

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Re: Spätfolgen ???

Beitragvon leseratte » 13. Mai 2014, 19:12

Hallo,ich muss sagen,je mehr ich lese,desto unsicherer werde ich.Am Anfang,vor ueber 1Jahr,dachte ich es ist einfach nur eine natuerliche Ernaehrung,ueber Ketose machte ich mir keine Gedanken,habe nie gemessen.Ich war nie uebergewichtig,keinen Diabetes usw.,nur massive Magendarmerkrankung.Jetzt habe ich diese gut im Griff.Meine Ernaehrung sieht so aus:Eiweiss im Normalbereich,viel Gemuese,erlaubtes,viel Salat,etwa 20% Fleisch z.B. und dann Gemuese und Salat dazu.Ich esse vollfette Produkte,brate ueberwiegend mit Ghee,aber halt nur soviel Fett,wie es mir schmeckt und ich satt bin,also ich fette nicht kuenstlich auf.Obst vertrage ich nur in kleinen Mengen.Wie hoch meine KH sind weiss ich nicht genau,aber ih denke nur mit Gemuese und Salat und geringem Obst koennen sie nicht HC sein.Ernaehre ich mich damit nun ungesund?Meine Blutwert Chol.HDL,usw sind top.Fragen ueber Fragen :-? LG Leseratte

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Re: Spätfolgen ???

Beitragvon Kathi » 13. Mai 2014, 19:18

Hallo,ich muss sagen,je mehr ich lese,desto unsicherer werde ich.Am Anfang,vor ueber 1Jahr,dachte ich es ist einfach nur eine natuerliche Ernaehrung,ueber Ketose machte ich mir keine Gedanken,habe nie gemessen.Ich war nie uebergewichtig,keinen Diabetes usw.,nur massive Magendarmerkrankung.Jetzt habe ich diese gut im Griff.Meine Ernaehrung sieht so aus:Eiweiss im Normalbereich,viel Gemuese,erlaubtes,viel Salat,etwa 20% Fleisch z.B. und dann Gemuese und Salat dazu.Ich esse vollfette Produkte,brate ueberwiegend mit Ghee,aber halt nur soviel Fett,wie es mir schmeckt und ich satt bin,also ich fette nicht kuenstlich auf.Obst vertrage ich nur in kleinen Mengen.Wie hoch meine KH sind weiss ich nicht genau,aber ih denke nur mit Gemuese und Salat und geringem Obst koennen sie nicht HC sein.Ernaehre ich mich damit nun ungesund?Meine Blutwert Chol.HDL,usw sind top.Fragen ueber Fragen :-? LG Leseratte
So wie du das beschreibst, lebst du nach dem Flyer. Das ist völlig ok so. Lass dich nicht verunsichern :)

Wenn du drauf stehst, kannst du natürlich alles abwiegen, die Mikro-Makro- und sonstigen Nährstoffe, Omega-Verhältnisse und letale Dosen von Nüssen berechnen.

Oder du machst so weiter wie bisher :)
DAS ist nämlich eine gesunde Einstellung zur Ernährung! :) :ymapplause:
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-31 kg

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pinkpoison
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Re: Spätfolgen ???

Beitragvon pinkpoison » 13. Mai 2014, 19:18

Pinkpoison: und was genau willst Du mir damit jetzt sagen ? Klingt ja eher nach gefährlich..........
Mir ist schon klar, daß scheinbar keine Studien existieren. Es gibt hier aber ja scheinbar eine immense Zahl an Leuten, deren Triglyceride, Zuckerwerte u.n.v.m sich deutlich verbessert haben. Das geht ja eher in die andere Richtung als Metabolisches Syndrom
Wer sagt mir denn, daß nicht sogar der massive Genuss von ( insbesondere )Getreide nicht zu dieser massiven Zunahme an Krebs führt ?
Beispiel: wir haben seit 1 Jahr einen Hund. Der kriegt ausschließlich getreidefreies Trockenfutter oder Barf ( rohes Fleisch ). Sobald auch nur ein geringer Getreideanteil ist, hat der Hund das gleiche Problem wie ich mit dem Stuhlgang :lol:
Es sagt nur aus, dass man keinerlei solide wissenschaftliche Fundierung für "Langfristversprechen" hat. Ob das gefährlich kleingt, muss jeder slebst wissen. Auf jeden Fall ist es nun mal so, dass man sich in ungekanntes terrain begibt, wenn man sich dazu entschließt einen Stoffwechselzustand dauerhaft anzustreben, der evolutionsbiologisch so wohl nie eine echte Rolle gespielt hat.

Man kann ohne Getreide leben, ohne gleichzeitig in Ketose zu leben - das eine hat mit dem anderen nicht viel zu tun. Ich habe auch kein Statement zugunsten Getreide (wirst du von mir ohnehin nie hören) oder anderen Nahrungsmitteln abgegeben, aber ich bitte zu bedenken, dass die Logik, nach der chronische Ketosis supergesund sei, weil chronische Glykosis (Zucker, Getreide,...KH-Mast) krank mache, ziemlich naive Schwarz-Weiß-Malerei und zu einfach ist.

Evolutionsbiologisch sind beide Extreme als Dauerzustand wohl nicht aufgetreten - nicht einmal bei den Inuit bei denen man Zweifel haben muß, ob sie denn überhaupt in chronischer Ketosis lebten.

Die Kurzfristwirkungen chronischer Ketosis (max 2 Jahre) sind bzgl. Herz-Kreislauf und Diabetes-2 sauber untersucht und die gemessenen Parameter sind weitestgehend positiv - aber keiner weiß, welche ggfls. gar nicht gemessenen Parameter langfristig aus dem Ruder laufen könnten, die man gar nicht auf dem Schirm hatte und ob die kurzfristig positiven Parameter sich auch langfristig so darstellen werden. Kann sein, kann nicht sein.

Es werden klassischerweise vor allem die Blutfettwerte und allenfalls noch ein paar Entzündungsmarker gemessen - aber das sind ja nur Mini-Ausschnitte dessen, was man messen könnte und erlaubt nur enge Aussagen über den Gesundheitszustand eines Menschen. Da sich im laufe des Lebens eines Menschen z.B auch sein Hormonhaushalt deutlich verändert, sollte man z.B. auch solche Interaktionen auf dem Schirm haben. Empirische Studien konkreter Natur existieren dazu aber nicht und deswegen kann man allenfalls auf theoretischer Ebene spekulieren.

So ist das nun mal und wer etwas anderes behauptet, der spekuliert und folgt womöglich seinem Wunschdenken (was ja auch nachvollziehbar und nur menschlich wäre) - mir wäre auch lieber es wäre anders.

Es ist nicht meine Absicht jemanden zu verunsichern - aber man sollte auch nicht den Fehler machen den Kopf in die Wolken zu stecken und nach 10, 15 Jahren vielleicht ein böses Erwachen aus den Träumen zu erleben.

Kat66
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Re: Spätfolgen ???

Beitragvon Kat66 » 13. Mai 2014, 19:30

Frage: nach was ernährst Du Dich ? Paleo ? Prinzipiell doch ähnlich, nur ohne Ketose oder ?


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