Lymphödem und Lipödem

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KungFuPanda
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Re: Lymphödem und Lipödem

Beitragvon KungFuPanda » 22. Januar 2012, 10:00

Ich habe überlegt, ob es eine Idee wäre, diesbezüglich Dr. Nicolai Worm zu kontaktieren. Er hat ja ein Buch geschrieben, das mit der Fettverzehr-Phobie aufräumt (ich möchte das meinen Eltern schenken, weil mein Vater diese Woche seine 3. herz-OP hatte und da ist ja manchmal eine Nische offen für neue Ansätze)

dieses hier:

http://www.amazon.de/Mehr-Fett-brauchen ... 3927372544" onclick="window.open(this.href);return false;

ich werde nachher mal nachlesen, ob ich etwas zu Lip-/Lymphödem finde, aber ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass der Autor sogar antworten würde, denn der Ton des Buches ist sehr freundlich. Ich habe es nicht durchgelesen, nur drin geblättert, und finde, es wirkt sehr fundiert und mit 1000000 Studien untermauert - und am besten finde ich, dass er "veraltete" bzw. falsche Studienergebnisse sehr kritisch beleuchtet und seine Kritik auch begründet.

Sorry Püppchen, wenn ich Deine Frage an Nicole "gestört" habe, bitte stell sie einfach noch einmal, damit sie für Nicole leichter zu finden ist!

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püppchen
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Re: Lymphödem und Lipödem

Beitragvon püppchen » 22. Januar 2012, 11:46

kein problem, pandachen, falls du im buch was findest, sagst du mir bitte bescheid???? meine freundin ist recht verzweifelt...

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Miu
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Re: Lymphödem und Lipödem

Beitragvon Miu » 3. Oktober 2012, 21:15

Hallo Ihr Lieben,

ich muss leider heute einen Beitrag im Forum "bei gewissen Krankheiten" posten, da ich seit gestern die Diagnose Lipödem habe.

Nun bin ich natürlich etwas verunsichert, was die Ernährung nach LCHF angeht. Zudem war ich bei einem doofen Arzt, der sich keinerlei Zeit genommen hat mir meine Fragen zu beantworten und mich lediglich mit einem Rezept für Kompressionsstrümpfe abgespeist hat.

Ich bin etwas verzweifelt, behalte jetzt LCHF erst einmal bei und muss mich ersteinmal mit der Diagnose und den möglichen Ursachen auseinandersetzen.

Für Hinweise aller Art bin ich sehr dankbar.

Herzliche Grüße
Christin

Sonnenkind
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Re: Lymphödem und Lipödem

Beitragvon Sonnenkind » 5. November 2012, 22:53

Hallo Christin,

(interessant, dass ich nach zwei Jahren mein Passwort noch weiß). Jedenfalls habe ich jetzt zwei Jahre Erfahrung mehr. Ich fass das mal kurz zusammen:

Zuerst hatte ich flachgestrickte, dicke Strümpfe, in die ich schwer reingekommen bin und mich ohnehin total unweiblich gefühlt habe. Nach etwa einem Jahr bin ich dann gegen den Willen der Verkäuferin aus dem Sanihaus auf rundgestrickte Strumpfhosen umgestiegen, die gute Frau jault mich jetzt immernoch zu, dass ich jetzt nie wieder flachgestrickte bekommen kann weil die Krankenkasse das nicht mehr bezahlt. Gut so :twisted:
Am Ende hat es für mich keinen Unterschied mehr gemacht. Doch hat es, ich konnte mich besser bewegen, ich hab mich nicht wie ein Alien/alte Omma gefühlt und es hat nicht so auf die Psyche gedrückt.
Die letzten zwei Jahre habe ich mich nach LCHF ernährt. Zwischendurch gab es auch Phasen, in denen ich stark zugenommen hatte, weil ich viele Süßigkeiten gegessen habe. Das waren aber phychologische Gründe alias emotionaler Hunger. Vielleicht sollte ich dazu auch nochmal was schreiben...Jedenfalls hat sich das nicht wirklich auf die Beine ausgewirkt. Klar haben die mit zugenommen, aber ich würde nicht sagen, dass die Proportionen schlimmer geworden sind als vorher.
Dann habe ich meine Stil verändert, habe Sachen getragen, die auf Taille geschnitten sind, Röcke und Mäntel getragen und dazu halt die Strumpfhosen. Das sieht halt alles etwas besser aus, als Jeans. Die Kompressionsstrümpfe trage ich immernoch, auch wenn es nervt, sie anzuziehen. Aber nach spätestens einem Tag ohne tun mir auch schon die Knie weh. Also das Kniefett wenn du verstehst ;-) .
Außerdem habe ich mittlerweile einen ganz tollen Freund, der mich trotz Hintern toll findet. Wobei ich mir halt anfangs auch dachte, dass er eher auf dünne Frauen steht, aber es gibt anscheinend einige Männer, die auf Frauen stehen, die wie Frauen aussehen.

Frauen mit Lipödem haben schon ein ziemliches Problem. Aber das ist nicht das Lipödem. Früher wollte ich unbedingt eine Fettabsaugung, jetzt nicht mehr. Aus verschiedenen Gründen. Erstmal wird das Ergebnis nie wirklich toll/symmetrisch/wohlgeformt. Man liest oft, dass das Fett woanders wieder hingeht und dann schiebens die Ärzte auf die Frauen, die angeblich zuviel essen.... Der Preis wäre eher nicht das Problem, das hätte ich schon irgendwie von meinem ersten Ingenieursgehalt bezahlt. Und wenn ich ein bisschen dünner wäre, dann sieht das mit dem Hintern auch okay aus. Das habe ich mir ja selbst bewiesen, als ich mal anfang des Jahres abgenommen hatte.

Was ich dir empfehlen könnte:
Finde den richtigen und netten Arzt, der dir regelmäßig die Strümpfe verschreibt und nicht alles auf deine Ernährung schiebt. Probier ein bisschen rum und trag die Strümpfe, die dir gefallen, auch wenn es 'keine' Strümpfe sind oder nur Kniestrümpfe. Niemand kann dich zwingen, dich schlecht zu fühlen.
Dann solltest du das tun, was dir Spaß macht, sonst baust du irgendwann ein Defizit auf. Ich mache zB weniger Sport als früher, da war ich sehr viel Laufen. Aber nur aus Abnehmgründen. Man hört damit auf, wenn es einem plötzlich zuviel wird und man fängt an zu essen. Also lieber gleich das machen, was einem Spaß macht.
Achja und dann vergiss das Lipödem :) und alles, was Leute darüber sagen. Das ist teilweise ziemlich überzogen. Geh da nüchtern ran und mach dir dein eigenes Bild. Man kann mit Lipödem alles machen, was man auch ohne machen kann. Auch sexy sein :). Man sieht das selber immer enger als es ist.
Wenn man zu LCHF gefunden hat ist ein großer Teil ja schon gegessen B-)

LG
Sonne

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Sudda Sudda
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Re: Lymphödem und Lipödem

Beitragvon Sudda Sudda » 6. November 2012, 00:21

Das hast du so schön geschrieben.

*hachmach*

:x
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Sonnenkind
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Re: Lymphödem und Lipödem

Beitragvon Sonnenkind » 5. Februar 2014, 18:08

Sooo,

ich habe immer noch mein Lipödem. Und ich habe viele Fragen zu dem Thema, was die Ernährung betrifft. Daher frage ich mal in die Runde, weil ich denke/hoffe, dass sich hier auch viele mit dem Thema Ernährung und Fett (und Hormone etc.) beschäftigt haben.

Also: ich esse LCHF und esse nicht mehr als ich Hunger habe. Nun wiege ich aber knapp 90 Kg, von denen ich gefühlt auch nicht herunterkomme (ich wiege mich nicht mehr, ich will mein "natürliches Gewicht" erlangen/erhalten).

Nun die Frage: welchen (natürlichen) Sinn hat es, dass der Körper verstärkt Fett an Hüfte und Po einlagert, das prinzipiell nicht abgebaut werden kann und zu schmerzhaftem Gewebe führt?
Oder auch: was hat sich die Natur dabei gedacht?

Man sagt ja, dass es ein genetisches Problem ist und hormonell bedingt, da es das nur bei Frauen gibt (Männer sehr selten). Ich kann das aber nicht glauben. Bei meiner Mutter war es in meinem Alter nicht so schlimm, sie war normal schlank. Fett, das wuchert, gibts sowas? Warum sollte Fett wuchern?
Fragen über Fragen...

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sola
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Re: Lymphödem und Lipödem

Beitragvon sola » 5. Februar 2014, 19:43

Huhu Sonnenkind,

ich weiß keine Antworten, aber ich hätte mich ja gewundert, wenn ich nicht schonmal nach der Schilddrüse gefragt hätte. 8-)
Habe ich - ein paar Beiträge zuvor, aber du hattest nicht geantwortet. Ist da alles in Butter?

LG
Sola
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Sonnenkind
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Re: Lymphödem und Lipödem

Beitragvon Sonnenkind » 6. Februar 2014, 01:45

Hallo Sola,

Schilddrüse habe ich noch nicht abklären lassen, hatte ich aber auch nicht vor. Ich weiß, dass bei einer Unterfunktion der Stoffwechsel schlechter läuft. Aber die Fettzellen sind da fest drin und auch nur am Po und an den Beinen, einen dicken Bauch habe ich nicht. Ich kann bis zu ner gewissen Grenze auch abnehmen, nur bleibt halt trotzdem das harte Gewebe, die dicken Beine und die Belastung für die Lymphe (=Schmerzen).

Die Haut dort sieht aus wie sehr starke Orangenhaut, habe unten 3 Nummer größer als meine Oberteile. Die Arme sind auch betroffen (ist immer ziemlich blöd beim Blutdruckmessen).

Abnehmen funktioniert etwa so: ich sehe obenrum normal aus und unten fettleibig. Und vor allem: das kannst du keinem erklären, dass das ne Krankheit ist, weil alle nur denken, das sei eine Ausrede für dicke Frauen. Gibt da auch ein paar Ärzte... :-x

LG

Gisa
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Re: Lymphödem und Lipödem

Beitragvon Gisa » 6. Februar 2014, 09:58

Hallo Sonnenkind,
ich habe auch ein Lipödem, eigentlich von Kindheit an und bei mir ist es vererbt durch meine Tante.

Operieren lassen möchte ich mich nicht, ansonsten gibt es nur 3 Möglichkeiten das Ding in Grenzen zu halten : Kompression ( ich trage KKL 2 und zwar von morgens bis ich ins Bett gehe ) , Sport, vor allem Schwimmen oder auch Crosstraininer und versuchen, Gewicht zu verlieren, dadurch verbessert sich auch das Lipödem.

Ich ernähre mich schon seit 2004 lowcarb, trotzdem ist das Lipödem 2010 quasi neu ausgebrochen. Das hat sich bemerkbar genacht durch sehr extreme Schwellungen der ganzen Beine bei langem Sitzen, Stehen, Wärme .....wobei die Venen in Ordnung sind.
Es können hormonelle Ursachen dahinterstecken, diskutiert werden auch psychische Probleme und Vererbung sowieso.

Aber : eine starke Reduzierung der Kohlenhydrate reduziert normalerweise bei m mir die Schwellungen auf ein Minimum.
Durch mehr Fett und normal Eiweiß bei lchf kann ich keine Verschlechterung feststellen und ich denke, Du machst dabei sicher nichts falsch.

Lies Dich mal da ein , falls Du die Seite noch nicht kennst :LINK DEFEKT - DAHER ENTFERNT VON SUDDA

Sonnenkind
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Re: Lymphödem und Lipödem

Beitragvon Sonnenkind » 6. Februar 2014, 11:27

Hallo Gisa,
vielen Dank für deine Antwort. Die Seite kannte ich wirklich noch nicht. Ich habe mein Lipödem seit 12. Ich habe auch schon "mehr" abgenommen, sprich: gehungert und war jeden Tag eine Stunde joggen. Das Ergebnis: vier Wochen lang ca. 70kg gewogen, oben hat man die Rippen gesehen, unten alles dick. Oben Größe 38, unten Größe 42. Die Schmerzen waren trotzdem da. Ich kann daher leider nicht bestätigen, dass das Lipödem besser wird, wenn ich abnehme.

Nun denke ich mir, wenn ich eh nichts dagegen machen kann und nur durch hungern ein niedriges Gewicht halten kann, ist das nicht richtig. Ich habe mit LCHF meine jugendliche Essstörung jetzt in den Griff bekommen, dass ist mehr Wert als jedes Kilo, was ich damit abgenommen habe. Das lief in etwa so, dass ich relativ viel gegessen hatte, weil ich einfach Hunger hatte, jedoch immernoch kein Getreide etc., (aber mehr Süßigkeiten). Irgendwann habe ich auch nicht mehr zugenommen. Ich hatte auch von ganz alleine keine Süßigkeiten mehr gegessen weil ich keine Lust mehr darauf hatte.

Im Moment nehme ich ab, weil ich meinen Fettanteil erhöht habe (ich krieg das endlich hin, Butterkaffee zu machen ohne die ganze Küche inklusive michselbst einzusauen) und weil ich mich immer satt esse und das dann länger hält. Wahrscheinlich hat auch der Verzicht auf Süßstoff (seit zwei Tagen) einen Einfluss. Dabei ist mir folgendes aufgefallen: immer wenn ich abnehme, tun die Beine besonders weh. Sie sind nachts halt einfach richtig heiß. Massieren bringt auch nichts. Auf Arbeit ist es einfach nur unangenehm, trotz Kompression (auch KKL2 rundgestrickt).

Sport habe ich früher sehr viel gemacht, um abzunehmen. Ich denke mittlerweile, dass das nicht der richtige Weg ist. Ich mache jetzt Sport, weil es mir Spaß macht. Und daher auch nur noch die "Sportarten", die mir Spaß machen: Tanzen gehen, mit Freunden spazieren gehen, das Schläferstündchen 8-) und wenn es wärmer ist werde ich auch wieder Joggen gehen (weil kalt = schlecht für Lunge/Asthma). Crosstrainer habe ich nicht, finde ich persönlich auch mordslangweilig ^^.

Ich werde deinen Rat aufgreifen und die Kohlenhydrate runterschrauben. Ich nehme diese im Moment nur durch Gemüse und Milchprodukte auf. Dann kann ich nochmal berichten, obs was gebracht hat. Bisher wie gesagt, habe ich Schmerzen, das muss aber nicht von der Umstellung kommen. Aber eine mögliche Therorie wäre, dass durch den Wasserverlust durch die Kohlenhydrate eine zusätzliche lymphologische Last entsteht.

Ich möchte das allerdings operieren lassen, ich bin noch jung und habe noch keine Kinder. Ich möchte auch nicht, dass es nach oder während der Schwangerschaft schlimmer wird oder dass ich noch einen Schub bekomme. Für mich ist es nach wie vor eine Krankheit die schmerzt und durch Operation mittel- bis langfristig geheilt werden kann. Ich verspreche mir davon auch eine bessere Lebensqualität. Es ist mir auch sehr wichtig, auf Arbeit keine Schmerzen mehr zu haben, damit ich mich besser konzentrieren kann und auf nichts verzichten muss.

Ich würde mich freuen, wenn wir uns weiterhin über das Lipödem austauschen können.

LG


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