Hashimoto

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Olenna
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Re: Hashimoto

Beitragvon Olenna » 22. August 2015, 14:17

Hallo an alle hier im Hashimoto-Thread,

heute früh hab ich einen längeren Beitrag über meinen derzeitigen Stand in Sachen Diabetes/Gewicht etc. geschrieben und u.a. meine SD-Werte erwähnt. Dann schrieb ich noch, dass ich mal ein bißchen genauer recherchieren wollte zum Thema SD-Unterfunktion. Habe ich auch gemacht, außerhalb und innerhalb dieses Forums. U.a. auch hier im Hashimoto-Thread.
X mal hatte ich diesen Begriff (Hashimoto) schon wahrgenommen und gedacht "Das betrifft mich ja nicht.". Hab mich nie näher damit befasst, aber jetzt...... Die ganze Flut von Beiträgen hier habe ich noch nicht zu Ende "studiert", aber es ist unglaublich, was ich da alles lese. Ich neige gar nicht dazu, mich immer gleich betroffen zu fühlen, wenn ich solche Beschreibungen lese, aber in diesem Fall ist das anders. So viele Symptome, die ich gut kenne! Bin ganz unruhig jetzt, deswegen MUSSTE ich mich hier gleich mal melden. Sollte das bei mir auch ein Schlüssel für so manche Probleme sein?
Dass ich eine latente SD-Unterfunktion habe, weiß ich schon lange (Jahrzehnte schon), aber das wurde nie als Problem gesehen. Nehme auch kein Medikament deswegen.
Ich pack das jetzt gar nicht, dass alles auf einmal aufzunehmen, diese ganzen Informationen. Da hab ich mich so lange schon ausführlich mit meinem Diabetes, Stress-Forschung, mit der LCHF-Ernährung beschäftigt, jetzt fällts mir doch schwer, schon wieder so intensiv eine neue Baustelle aufzumachen. Aber ich werd dran bleiben und vor allem bald mal einen Arzttermin machen, um das genauer anschauen zu lassen. Mal sehen, wie es mir dort ergeht...
Gut, dass es hier auch dafür Raum gibt! Ich werde mir eure Erfahrungsberichte alle noch mal in Ruhe anschauen.
Ich versteh gar nicht, dass ich nicht eher mal in diese Richtung gedacht habe?!
Allen ein schönes Wochenende! Ich melde mich wieder.
LG
Olenna

Alma
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Re: Hashimoto

Beitragvon Alma » 25. August 2015, 11:00

Hallöle,
ich brauche Hilfe,hoffe Sola liesst mit ;-)
Meine Werte vom 16.02.15
Ergebniswert ---------- Normbereich
TSH basal 1,82mE/l 0,20-2,50
FT3 2,3 ng/l 1.9-5.0
FT4 1.5ng/dl 0.8-2.3

Meine Werte vom16.06.15
TSH basal 2.80µU/ml 0.30-4.20
FT3 2.3pg/ml 2.0-4.4
FT4 1.32ng/dl 0.90-1.70

ich nehme jetzt seit 2 Jahren 100L-Thyroxin.Irgendwie geht es mir nicht gut,vor allem nehme ich auch nicht weiter ab.
Sollte ich erhöhen?Und wenn ja,um wieviel?
Über Ratschläge würde ich mich sehr freuen.
Ich kann ja die Werte auch schlecht vergleichen,weil andere Mengenangaben als im Februar,so weiss ich nicht,ob der TSH-Wert wirklich schlechter geworden ist.
L.G.Alma
Beginn Lchf-----97kg bei 1,60m
Abgenommen auf 70kg bis 2014
ab 2016 trotz Lchf wieder zugenommen auf 78kg
2017 69,4kg dann wieder auf 74kg
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Re: Hashimoto

Beitragvon sola » 25. August 2015, 13:14

Hallo Alma,

beim TSH-Wert ist es (anders als bei fT3 und fT4) so, dass du durchaus den absoluten Wert vergleichen kannst, selbst wenn die Labore unterschiedliche Normwerte angeben.

Ich finde, dass ein TSH über 2,5 auf jeden Fall zu hoch ist. Unter L-Thyroxin bei Hashi sollte er außerdem sowieso um die 1 oder drunter liegen, damit die Schilddrüse möglichst gut entlastet wird.

Deine freien Werte sind auch nicht gerade berauschend und daher würde ich, wäre ich in deiner Situation, durchaus erhöhen. Praktikabel wäre um 25 µg, dann kann man eine 100er vierteln. ;)
Hast du den Einstieg seinerzeit und Erhöhungen immer gut vertragen?

Was sagt denn dein Arzt? Ich würde um eine Erhöhung bitten...

@Olenna: drücke dir die Dauemn, dass du dem Hashi auf die Spur kommst ;) .
Eine Unterfunktion ganz ohne Ursache gibt es nicht, da kommen eigentlich nur Jodmangel (unwahrscheinlich/selten), Operation und eben die autoimmunerkrankungen in Frage. Leider wird oft genug gar nicht nach der Ursache gesucht...

LG
Sola
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Re: Hashimoto

Beitragvon Alma » 25. August 2015, 16:11

danke für Deine Einschätzung.
Hm,ich habe anfangs immer um 12,5µg erhöht,bis ich auf meinem 100er ankam.Jetzt werde ich es mal direkt mit 25 versuchen.
Meine Ärztin findet die Werte okay,naja,ich mache eh eher,was Du vorschlägst ;-)
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Re: Hashimoto

Beitragvon ssonnyy » 26. August 2015, 10:52

Liebe Sola

Ich hoffe, ich gehe hier niemandem auf die Nerven, aber die ganze Schilddrüsengeschichte belastet mich zurzeit sehr, da ich, obwohl ich ziemlich strikt LCHF esse, keine Verbesserungen in Bezug auf dauernde Müdigkeit, brüchige Nägel etc. feststellen kann. Mein Eisenwert ist im Normalbereich, ich strebe mittels Aufsättigung einen Wert von mindestens 60 an. Wo ich zurzeit liege, kann ich allerdings nicht genau sagen, da ich noch am Tabletteinenwerfen bin. ;-) Vitamin D3 nehme ich jeden Tag 10'000 iE, dazu 400mcg Vitamin K2, noch bis Ende Oktober, dann gibts denn nächsten Blutcheck.

Meine Schilddrüsenwerte sind wie folgt:

TSH basal: 2.124 mU/l, Referenz: 0.3-4.3

Laut Ärztin ok.

T4, frei: 13.6 pmol/l, Referenzbereich: 9.0-19.0
T3, frei: 4.3 pmol/l, Referenzbereich: 2.6-5.7

Gemäss der Ärztin sei alles ok, ich soll mir keinen Kopf machen etc. Eine Überweisung an einen Spezialisten kriege ich so auch nicht.

Jetzt habe ich aber Quellen gefunden, die besagen, dass mein fT3 eigentlich zu niedrig sei und Edea (glaube ich) meinte, dass mein TSH ebenfalls nicht ganz dem Normwert entspreche.

Was ich halt weiss, ist, dass ich mit KHs rasant zunehme, das können schonmal 3-4kg in einer Woche sein, mit LCHF kann ich mein Gewicht gut halten und mittels Kalorienreduktion auch abnehmen. Das steht aber nicht im Vordergrund bei mir bzw. nicht mehr. Ich hatte vor lc/lchf Riesenprobleme mein Gewicht zu halten, auch wenn es selbst da noch im Normbereich lag. Hätte ich nicht begonnen die KHs zu streichen, wäre ich mit Sicherheit übergewichtig geworden, und das im normalen Kalorienbereich!
Liebe Grüsse
Sonny
:)

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Re: Hashimoto

Beitragvon sola » 27. August 2015, 10:45

Hallo Ssonnyy,

Die Werte sind im Normalbereich, allein an denen lässt sich leider nichts ablesen.
Der fT4 ist vielleicht ein bisschen niedrig, aber wie gesagt: in der Norm und auch nicht ganz am äußeren Rand.
Bei dir ist bisher keine Schilddrüsen"geschichte" diagnostiziert, oder?

Hashimoto gibt es ja auch bei Werten im Normalbereich und auch dann kann die Erkrankung massive Beschwerden verursachen.
Deine Symptomatik passt durchaus zur SD und du wirst, wenn du der Sache auf den Grund gehen willst, nicht darum herum kommen IRGENDWIE eine weitergehende Untersuchung (Ultraschall, Antikörper) durchzusetzen. Kannst du in der Schweiz nur mit Überweisung zum Spezialisten?

Alternativ könntest du direkt in ein Labor gehen und zumindest TPO-AK, Tg-AK und TRAK dort als Selbstzahler machen lassen.
Wie schaut es mit Insulinresistenz aus? Wurde der Hba1c mal bestimmt?

LG
Sola
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Re: Hashimoto

Beitragvon ssonnyy » 27. August 2015, 11:03

Hallo Sola

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!
Nein, das ist in der Schweiz nicht allgemein so, allerdings bei meinem Krankenkassenmodell von Nöten. Aber ich versuche mal, direkt bei der Krankenkasse nachzufragen, was ich denn machen kann, wenn mich mein Hausarzt nicht überweisen möchte. Evt. kann ich dann doch direkt hingehen.

Mit Insulinresistenz kenne ich mich nicht aus, habe allerdings keinen Diabetes oder so. Ob der Hba1c Wert mal getestet wurde, weiss ich leider auch nicht, anhand des Urins wurde aber nie was in die Richtung festgestellt.
Liebe Grüsse
Sonny
:)

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Re: Hashimoto

Beitragvon edea » 27. August 2015, 13:00

Man muss keinen Diabetes haben um Insulinresistenz zu haben.
Ich habe auch "nur" Insulinresistenz, ohne dabei Diabetiker im klassischen Sinne zu sein.
Festgestellt an einem zu hohen Insulin Wert, weiterführende Diagnostik mit c-Peptid, HbA1c und oraler Glucosetoleranztest.

ICH alleine finde die SD Werte ein wenig grenzwertig. Aber nur anhand dessen heißt das nicht, dass da was ist. Weiterführende Diagnostik ist angesagt.

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Re: Hashimoto

Beitragvon ssonnyy » 3. November 2015, 10:39

Soo, ich werde nun versuchen, meinen Frauenarzt dazu zu bringen, meine Schilddrüse abzuhören und mir allenfalls eine Überweisung zu schreiben. Wenn ich keine kriege, dann werde ich 50% der Kosten selber tragen müssen - danke auch, Krankenkassenmodell!

Was muss ich alles abklären? Die freien Werte habe ich ja bereits im Sommer oder so testen lassen. Also sicher TPO-AK, Tg-AK und TRAK, sowie der Hba1c? Muss ich für letzten nicht so einen Zucker-Belastungstest machen? :shock:
Ich weiss nicht, ob es hier sowas wie ein Labor gibt, wo man einfach mal so hineinspazieren kann....
Liebe Grüsse
Sonny
:)

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Re: Hashimoto

Beitragvon Pinselchen79 » 3. November 2015, 10:54

Nein, das letztere ist der Zuckerlangzeitwert und der bildet in etwa den Durchschnitt der letzten 3 Monate.
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~97kg


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