LCHF bei Rheuma und Gicht

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movie
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LCHF bei Rheuma und Gicht

Beitragvon movie » 10. April 2010, 18:29

Da meine Mutter unter starken Rheuma leidet, wollte ich einmal nachfragen ob jemand von Euch Erfahrungen mit LCHF+Rheuma hat.
Ich vermute bisher das man bei Rheuma sich wahrscheinlich nicht nach LCHF ernähren kann....

Kikilula
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Re: LCHF bei Rheuma und Gicht

Beitragvon Kikilula » 10. April 2010, 18:39

Lutz hat Gicht mit seiner Low Carb Ernährung erfolgreich behandelt.

Das Buch "100 kleine Wunder" vom Schaub-Institut schildert wohl auch Fälle, in denen die Schaub-Kost bei Rheuma geholfen hat.

Schaue auch mal hier:

http://www.ketoforum.de/erfahrungen/297 ... uma-2.html

da gibt es zumindest einen positiven Erfahrungsbericht zu Rheuma...

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Nicole Wirth
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Re: LCHF bei Rheuma und Gicht

Beitragvon Nicole Wirth » 10. April 2010, 22:50

Ich vermute bisher das man bei Rheuma sich wahrscheinlich nicht nach LCHF ernähren kann....
Und warum sollte man das nicht können?

Molly
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Re: LCHF bei Rheuma und Gicht

Beitragvon Molly » 16. April 2010, 11:24

Hallo,
ich möchte das Thema nochmal aufgreifen. Habe gedacht, brauche keinen neuen thread auf zu machen, da ja Rheuma immer wieder mit dieser Arachidonsäure in Verbindung gebracht wird. Ich möchte auch gerne glauben, dass LC bei Rheuma hilft, leider habe ich immer wieder diese Gelenkbeschwerden an Händen und Füßen. Es ist bei zwar (noch) kein Rheuma bestätigt, könnte ja auch seronegativ sein.
Jetzt mal meine Frage:
Gibt es Jemanden in unserem Forum, der sich mit dieser Thematik auskennt, oder vielleicht sogar selbst schon gute Erfahrung mit LC bei rheumatischen Beschwerden o.ä. gemacht hat?
Vielleicht ist Rheuma auch wirklich "nur" genetisch bedingt oder als Autoimmunkrankheit zu sehen. Hmmmh, ich würde wirklich gerne glauben, was auch Schaub schreibt, hab´s ja sogar selbst mal hier empfohlen.
weiter unten steht, dass Arachidonsäure bereits vorhandene Beschwerden verstärken kann, aber von Auslöser steht da nichts.
Also, weiß da Jemand mehr, vielleicht aus eigener Erfahrung?
Freue mich auf Antworten :) :)
Molly

Zitat:"Entzündungsförderer Arachidonsäure in unserer Nahrung
Unbedenklich: Pflanzliche Öle und Fette
Arachidonsäure ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure und gehört zu den Omega-6-Fettsäuren. Im menschlichen Stoffwechsel wird sie nur in geringen Mengen aus der lebensnotwendigen Linolsäure gebildet, die wir reichlich mit pflanzlichen Ölen und Fetten zuführen.

Arachidonsäure aus tierischen Nahrungsmittel
Über tierische Nahrungsmittel nehmen wir auf direktem Weg zu viel Arachidonsäure auf. Dadurch werden vermehrt so genannte Entzündungsmediatoren (= Entzündungsvermittler) gebildet, die vorhandene entzündlich-rheumatische Beschwerden verstärken.

So verstärkt Arachidonsäure Ihre Beschwerden



Wichtig
Arachidonsäure, die direkt mit Produkten tierischer Herkunft aufgenommen wird, verstärkt entzündlich-rheumatische Beschwerden.

Arachidonsäuregehalt verschiedener Lebensmittel
In den folgenden Übersichten finden Sie den Arachidonsäuregehalt ausgewählter Lebensmittel.


Milch und Milchprodukte

Nahrungsmittel pro 100 g Arachidonsäure mg *
Kuhmilch, 0,3% Fett 0
Kuhmilch, 1,5% Fett 2
Kuhmilch, 3,5% Fett 4
Buttermilch, 1% Fett 1
Kondensmilch, 7,5% Fett 8
Saure Sahne, 10% Fett 11
Schlagsahne, 30% Fett 32
Molke 0
Joghurt, 1,5% Fett 2
Joghurt, 3,5% Fett 4
* Die angegebenen Werte sind Richtwerte, die je nach Qualität und Herkunft der Nahrungsmittel Schwankungen unterliegen können.

Quelle: O. Adam, Diät und Rat bei Rheuma und Osteoporose, Walter Hädecke Verlag



Käse und Quark

Nahrungsmittel pro 100 g Arachidonsäure mg *
Camembert, 30% Fett i. Tr. 13
Camembert, 45% Fett i. Tr. 22
Camembert, 60% Fett i. Tr. 34
Emmentaler, 45% Fett i. Tr. 28
Magerquark 0
Speisequark, 20% Fett 5
Sahnequark, 40% Fett 11
* Die angegebenen Werte sind Richtwerte, die je nach Qualität und Herkunft der Nahrungsmittel Schwankungen unterliegen können.

Quelle: O. Adam, Diät und Rat bei Rheuma und Osteoporose, Walter Hädecke Verlag



Hühnereier

Nahrungsmittel pro 100 g Arachidonsäure mg *
1 Hühnerei 70
Eigelb 254
* Die angegebenen Werte sind Richtwerte, die je nach Qualität und Herkunft der Nahrungsmittel Schwankungen unterliegen können.

Quelle: O. Adam, Diät und Rat bei Rheuma und Osteoporose, Walter Hädecke Verlag



Fette und Öle

Nahrungsmittel pro 100 g Arachidonsäure mg *
Butter 83
Schweineschmalz 1.700
Pflanzenmargarine 0
Pflanzenöle 0
* Die angegebenen Werte sind Richtwerte, die je nach Qualität und Herkunft der Nahrungsmittel Schwankungen unterliegen können.

Quelle: O. Adam, Diät und Rat bei Rheuma und Osteoporose, Walter Hädecke Verlag



Innereien

Nahrungsmittel pro 100 g Arachidonsäure mg *
Kalbsleber 352
Schweineleber 870
Rinderleber 210
* Die angegebenen Werte sind Richtwerte, die je nach Qualität und Herkunft der Nahrungsmittel Schwankungen unterliegen können.

Quelle: O. Adam, Diät und Rat bei Rheuma und Osteoporose, Walter Hädecke Verlag



Fleisch

Nahrungsmittel pro 100 g Arachidonsäure mg *
Mageres Schweinefleisch 120
Huhn, Brust ohne Haut 42
Huhn, Schlegel ohne Haut 65
Truthahn, Brust ohne Haut 53
Truthahn, Keule ohne Haut 95
Rindfleisch 49
Kalbfleisch 62
* Die angegebenen Werte sind Richtwerte, die je nach Qualität und Herkunft der Nahrungsmittel Schwankungen unterliegen können.

Quelle: O. Adam, Diät und Rat bei Rheuma und Osteoporose, Walter Hädecke Verlag



Wurst und Schinken

Nahrungsmittel pro 100 g Arachidonsäure mg *
Leberwurst 208
Schweineschinken, gekocht oder geräuchert 130
Fleischwurst 120
* Die angegebenen Werte sind Richtwerte, die je nach Qualität und Herkunft der Nahrungsmittel Schwankungen unterliegen können.

Quelle: O. Adam, Diät und Rat bei Rheuma und Osteoporose, Walter Hädecke Verlag



Sonstiges

Nahrungsmittel pro 100 g Arachidonsäure mg *
Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln 0
Reis und eifreie Teigwaren 0
Getreide, Mehl, Brot, Brötchen und eifreie Backwaren 0
Obst 0
* Die angegebenen Werte sind Richtwerte, die je nach Qualität und Herkunft der Nahrungsmittel Schwankungen unterliegen können." Zitatende

Kikilula
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Re: LCHF bei Rheuma und Gicht

Beitragvon Kikilula » 16. April 2010, 11:44

Hallo Molly,

so auf die Schnelle habe ich folgendes gefunden: (Wikipedia)

"Arachidonsäure in Lebensmitteln

Arachidonsäure findet sich in zahlreichen Lebensmitteln. Besonders hoch ist ihr Anteil in Schweineschmalz (1700 mg pro 100 g), Schweineleber (870 mg pro 100 g), Eigelb (297 mg pro 100 g), Thunfisch (280 mg pro 100 g) und Leberwurst (230 mg pro 100 g). Darüber hinaus kann es bei zuckerreicher Ernährung zu einer verstärkten hormonell gesteuerten Einschleusung in die Zellen kommen. Stark linolsäurehaltige Pflanzenöle und davon abgeleitete Produkte enthalten selbst kaum die reine Arachidonsäure, jedoch tragen die Baustoffe zu deren Bildung bei und unterdrücken zusätzlich natürliche Gegenspieler der Arachidonsäure (z. B. Omega-3-Fettsäuren)."


Im Januar hatte ich eine Handgelenksentzündung zuerst an der rechten Hand, dann zusätzlich an der linken Hand. Bei mir war es möglicherweise durch einen Virus ausgelöst und hat ca. 4-5 Wochen zum Ausheilen gebraucht. Weder im Blut noch auf dem Röntgenbild konnte eine Wirkliche Ursache festgestellt werden. War einfach heiß, geschwollen und tat höllisch weh...

Mir wurde gesagt, dass es beim Rheumatologen untersucht werden soll, falls es wieder auftritt. Ich bin mal gespannt, ob es wieder auftritt, da ich ja reichlich Arachidonsäure durch tierische Lebensmittel aufnehme...

Kikilula
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Re: LCHF bei Rheuma und Gicht

Beitragvon Kikilula » 16. April 2010, 11:48

Nach dem Wikipedia-Artikel sollte vielleicht der Arachidonsäure-Gehalt der verscheidenen Lebensmittel nicht isoliert betrachtet werden, sondern auch auf den Linolsäure- (Vorstufe) und Omega-3-Gehalt geschaut werden (Antagonist).

Hier ein komplettere Tabelle:

http://fett-falle.de/AATab.html

Molly
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Re: LCHF bei Rheuma und Gicht

Beitragvon Molly » 16. April 2010, 13:57

Hallo Kikilula,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort :) .
Oje, Du Arme. 4-5 Wochen? Hoffentlich kommen sie nicht wieder.
Also doch doch die bösen KH.
Meine spontane Entscheidung für mich: wieder runter mit den KH! ( :( erstmal Abschied nehmen von meinen Pistazien und Rotwein am Abend)
Wieviel KH verspeist Du denn so? Als Du die Schmerzen hattest, hast Du zu der Zeit mehr KH gegessen?

Die Tabelle ist auch sehr interessant: "omegaVH1zu = Verhältnis LNA zu LA (je größer, desto besser)"
Dann sind Eigelb und z.B. Rinderleber nicht so rheumafördernd (natürlich mit wenig KH), wie ihr allgemeiner Ruf.
Das Verhältnis von Butter/ -Schmalz und Schweineschmalz hätte mich noch interessiert.
Also denn, danke nochmal.
LG, Molly

Kikilula
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Re: LCHF bei Rheuma und Gicht

Beitragvon Kikilula » 16. April 2010, 14:07

Bis März habe ich so ca. 100 bis 150 g KH am Tag gegessen, Frühstück und Mittagessen ehr KH-arm, aber am Abend halt Brot und Schokolade...

Molly
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Re: LCHF bei Rheuma und Gicht

Beitragvon Molly » 16. April 2010, 14:20

oh, so viel? Und wieviel KH ißt Du zur Zeit?
Gerade habe ich mir nochmal die Fettfalle-Seite angeguckt. Unter anderem das hier gelesen:
Zitat:"Weniger Arachidonsäure essen.
Arachidonsäure ist in einigen gebräuchlichen Nahrungsmitteln direkt enthalten. Vor allem in Ei-Gelb und in (rotem) Fleisch." :?:
http://fett-falle.de/index.php?option=c ... mitstart=1
Das ist doch wieder ein Widerspruch, oder?
Oder das hier:
Zitat: "Sesamin und Cucurmin.
Es gibt zwei Stoffe in traditionellem Essen, die direkt die Aktivität von d5d hemmen. Nämlich Sesamin (enthalten in Sesam) und Cucurmin (enthalten in Kurkuma oder Gelbwurz). Meiner Meinung nach ist dies ein Grund dafür, dass diese so stark Einzug in die Küchen der Länder gefunden haben, wo sie auch vorkommen."
Habe ich das richtig verstanden, das gute d5d hemmen? Ich habe die letzten Tage meinen Fenchel mit Curcuma und Kreuzkümmel gewürzt!! Und dazu Lammkoteletts und Eigelbe gegessen, an mehreren Tagen.
Ob das vielleicht die Erklärung für meine Beschwerden sein kann.

Molly
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Re: LCHF bei Rheuma und Gicht

Beitragvon Molly » 16. April 2010, 14:33

ich hab´s wohl falsch verstanden.
"weniger Insulin im Blut. Insulin erhöht die Aktivität von d5d und damit die Produktion von Arachidonsäure. Insulin wird nach Mahlzeiten ausgeschüttet, besonders wenn sie viele Kohlenhydrate enthalten (Zucker oder Stärke). Meiner Meinung nach erklärt dies die auch viel stärkere Anfälligkeit von Diabetikern für Herz/Kreislaufkrankheiten - den die haben viel Insulin im Blut. Erst durch die Insulin-Resistenz (der Insulin-Pegel sinkt nicht mehr) dann durch hohe Insulin-Gaben."


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