Low Carb - Ernährung für "Reiche"?

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Molly
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Low Carb - Ernährung für "Reiche"?

Beitragvon Molly » 12. Januar 2010, 12:15

Hallo,
wie sieht´s bei Euch aus?
Hat sich in Eurer Haushaltskasse etwas verändert? Meint Ihr, dass Ihr jetzt mehr ausgeben müßt, für die gute, natürliche Küche?
Das würde mich echt mal interessieren. Ein tolles Beispiel ist z.B. Sahne ohne Carageen und aus nicht homogenisierter Milch hergestellt kann hier in D 500ml ca. 3,29 EU kosten. Ist das normal? Ganz zu schweigen vom Biofleisch. Bei den Eiern z.B. (kenne leider keinen Bauern) kaufe ich nicht unbedingt Bio, Hauptsache Freiland. Ein Bioei kann auch mal 45 cent kosten, d.h. noch nicht mal, dass das Huhn einen Wurm gesehen hat. Manchmal täume ich vom Selbstversorgerhof...
Ich bin hier immer am rumtüffteln, dass wir uns als Familie auch bezahlbar gesund ernähren können.
Ich hoffe auf rege Beteiligung zu diesem Thema. Also, wie sieht´s aus? Gebt Ihr bedeutend mehr Geld aus für lchf oder hat sich nichts geändert?
LG, Molly

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datBea
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Re: Low Carb - Ernährung für "Reiche"?

Beitragvon datBea » 12. Januar 2010, 12:55

Puuh, das ist mal eine gute Frage.

Aus dem Ärmel geschüttelt würde ich für uns mal sagen...nein!
Was zum Teil sicher daran liegt, dass ich nicht immer Bio kaufe, sondern nur "wo möglich".
Denn mit Bio ist das hier in unserer Kaarster Einflugschneise in meinen Augen so eine Sache...
Zum anderen ist der Begriff ja auch noch immer nicht geschützt...

Ich kaufe viele Dinge auf dem Markt, und da kosten Eier aus artgerechter Haltung
(also scharren, picken, rumlaufen, man bedenke aber auch rumsch...) in XL 36 Cent.
Die hab ich aber auch schon vorher gekauft.

Fleisch kaufe ich am liebsten bei unserem Bauern, der schlachtet einmal im Monat frisch.
Allerdings auch im Großhandel, da ist sicherlich kein Bio drin.

Fisch gibt es bei der Metro mit Angaben über Fanggebiet und Fangmethode,
ok, kommt nicht jeder rein, kann man aber beim Händler erfragen.
Ich nehm dann auch immer die Angebotsware.
Ich weiß nicht, wo der nächste Biofischer ist, aber bis die Ware gekühlt in unseren Theken liegt,
wird da glaub ich genau so viel Sprit verbraucht wie bei anderen.
Viktoriabarsch zB ist zur Zeit akut gefährdet, genau wie Kabeljau.
Sollte man vielleicht drauf verzíchten.
Fisch ist aber immer teuer, da tut sich also nix.

Auf der anderen Seite kaufe ich aber seit LCHF sehr bewußt ein.
Brauchen wir wirklich zwei Brote auf einmal?
Wie viel Fleisch verwerten wir diese Woche?
Wie viel Wurst? etc. - kurz: wir werfen bei weitem nicht mehr so viel weg.
Andere Dinge kaufe ich auf Vorrat und somit in den günstigeren Großmengen.
Aber auch durch das viele frisch gekochte Gemüse spar ich, so ein Rotkohl kostet
beim Bauern an der Strasse 80 Cent und ergibt 10 Portionen...

Ich benötige allerdings mehr Zeit zum Kochen.
Macht mir jetzt allerdings nix.

Ich würde also spontan sagen: es hält sich die Waage.

Werd es aber mal gezielt beobachten.

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Sudda Sudda
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Re: Low Carb - Ernährung für "Reiche"?

Beitragvon Sudda Sudda » 12. Januar 2010, 13:05

Bei mir hat es sich nicht verteuert.

Zum einen spare ich mir die Kosten für die KH-lastigen Sachen, es gibt keine Limos, Süßigkeiten, und ich esse mengenmäßig deutlich weniger als vorher.

Und BIo geht hier auch nicht immer. (Ich habe übrigens schon vorher immer recht viel Bio gekauft, einiges aus dem eigenen Garten gezupft, daher gibt es keine Bio-Mehrkosten für mich).

Das fette Fleisch ist darüber hinaus auch deutlich günstiger als die fettarmen Sorten.

Nein, teurer ist es bei mir definitiv nicht geworden!
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Molly
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Re: Low Carb - Ernährung für "Reiche"?

Beitragvon Molly » 12. Januar 2010, 14:06

Hallo Olaf,
das habe ich mir schon gedacht, dass das Thema nicht neu ist hier. War mit trotzdem ein Bedürfnis. So wie Du das schilderst ist es bei mir auch. Im Laufe der Jahre, in denen ich mich bedingt durch versch. Zipperlein immer weiter informiere, bleibt mir oft nichts anderes übrig, als im Bioladen einzukaufen. Z.B. kein jodiertes, flouriertes Salz oder kein Zucker in Nußmusen oder keine E-Stoffe...das ist dann schon teurer. Aber auf der anderen Seite kaufe ich null Süßigkeiten oder Fastfood meist beim Thai mit Vermerk, bitte ohne Glutamat.
Gruß, Molly

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Sudda Sudda
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Re: Low Carb - Ernährung für "Reiche"?

Beitragvon Sudda Sudda » 12. Januar 2010, 14:11

Heeee, und wir müssen kein Geld für DIÄTPRODUKTE ausgeben. Und vielleicht bald auch nicht mehr für bestimmte Medikamente!
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Dany84
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Re: Low Carb - Ernährung für "Reiche"?

Beitragvon Dany84 » 12. Januar 2010, 14:43

Hallo,

ob ich nun mehr oder weniger Geld ausgebe insgesamt für Lebensmittel, kann ich momentan nicht so genau sagen. Da ich im November/ Dezember viele Lebensmittel für selbstgemachte Geschenke gekauft habe und gerade meine Geburtstagsfeier anstand, hab ich da nicht den Überblick. Ich denke, ich werde im Februar mal wieder genauer notieren, das mache ich ohnehin zwischendurch immer mal.

Weniger Geld gebe ich definitiv für Gemüse aus, davon hab ich nur in den letzten Wochen für meine Verhältnisse sehr viel gegessen. Ansonsten kaufe ich Freilandeier im Supermarkt, Kerrygold-Butter auf Vorrat im Angebot (schmeckt mir am besten), Nackensteaks auch im Angebot und dann ins TK. Butterschmalz lasse ich mir nach Möglichkeit im großen 500g Topf aus der Metro oder von real mitbringen, ist deutlich günstiger als Butaris. Putenschnitzel und Mandeln (für Nuggets) sind nicht so teuer, Fisch esse ich am liebsten Lachs oder auch mal Scampi, letztere gibts nicht so oft. Gern würde ich mehr Rindfleisch, Lamm oder Ente essen, allerdings find ich das recht teuer. Rinderhack ist ok.
TK-Himbeeren stehen noch auf meinem Standardeinkaufszettel, die gibts mittlerweile ohne Zusätze für 1,99€ pro 500g bei Aldi, das geht also auch.
Teurer sind da die laktosefreien Milchprodukte, die ich hin und wieder kaufe, das ist aber immer nur phasenweise je nach Appetit der Fall.

Viel Geld für Lebensmittel habe ich definitiv in meiner Phase vegetarisch+laktosefrei ausgegeben, denn da ist man noch mehr aufs Reformhaus, Bioläden angewiesen bei KH-haltigem (fängt schon bei Müsliriegeln an).

LG

Rimona
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Re: Low Carb - Ernährung für "Reiche"?

Beitragvon Rimona » 12. Januar 2010, 14:46

Bei mir ist die Ernährung seit LCHF nicht teurer geworden - eher im Gegenteil. Ich habe zuvor Unmengen von Obst und Gemüse gegessen, das immer frisch gekauft teuer ist. Manchmal wurde es sogar schlecht. :( Fruchtsäfte und Wein können einen Einkauf auch ganz schön teuer machen, das kommt jetzt nur noch selten in den Korb.
Okay, die Sahne und das Fleisch sind teuer, aber dafür gebe ich gerne etwas mehr aus. Ich brauch davon ja auch nicht so viel. Ich kaufe oft Angebote und dann in größeren Mengen.
Ich essse viel weniger als vorher. Die KHs werden oft durch Butter ersetzt. Mein Teller ist dann oft nur halb voll - und es reicht mir.

goeberg
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Re: Low Carb - Ernährung für "Reiche"?

Beitragvon goeberg » 12. Januar 2010, 15:08

Hallo,
jetzt habe ich hier gerade was geschrieben und gesendet, das ist weg?????

Tja, so im großen und ganzen, es gibt vieles was man nicht mehr isst. Dafür kaufe ich jetzt 30 bis 40 Eier (17 -20 Cent/St.) in der Woche und für ca. 8 o. 9 € Sahne. Beim Fleischer ist man auch öfters. Allerdings bei unserem Polenfleischer ist z. B. der Schinkenspeck 100 gr. 67 Cent, das geht.
Fisch ist teuer.
Dann braucht man neue Sachen, aber die kaufen wir gern :D
Wenn man so ein gutes Brot aus der Rezepteecke mit Leinsamen bäckt, dann ist man auch über 4€ los. Allerdings esse ich davon 2 Wochen. Das hält sich wirklich lange.

Unterm Strich ist diese Ernährungform etwas teuerer, aber wenn man sich die gesundheitlichen Vorteile ansieht und um die geht es uns doch, dann sollte man das akzeptieren.

Thomas

NightWitch
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Re: Low Carb - Ernährung für "Reiche"?

Beitragvon NightWitch » 12. Januar 2010, 16:23

Also ich muss sagen die Ernährung kommt uns günstiger ;)
Keine Cola und Co. im Einkaufswagen mehr. Alleine die Massen von Kartoffeln, Nudeln und Reis die ich vorher gekauft haben sind nicht mehr vorhanden :D . Das Fleisch kaufen wir immer im Angebot ein und ich spare mir das ewige zum Arzt rennen, und die Schmerzmittel die ich durch das häufige Kopfweh ein nehmen musste ;)

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Nicole Wirth
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Re: Low Carb - Ernährung für "Reiche"?

Beitragvon Nicole Wirth » 12. Januar 2010, 17:19

Wenn man es von der Seite sieht, dass man qualitativ bessere und somit auch teurere Produkte kauft, dann erscheint LCHF als teurer.
Wenn man aber die Produkte zusammenzählt die wegfallen, dann hält sich das ganze wohl eher die Waage.
Die gesamte Essensmenge verringert sich ja auch.

Aber zugegebener Weise muss ich auch sagen, dass ich in diesen Berechnungen BIO-Fleisch außen vorgelassen habe. Das ist nämlich wirklich extrem teuer :-(


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