Hühnerkraftbrühe

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Duftrausch
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Hühnerkraftbrühe

Beitragvon Duftrausch » 9. Februar 2016, 10:22

Seit einiger Zeit koche ich meine Grundsuppen selber. So auch die Hühnerkraftbrühe. Am liebsten ist mir Biofleisch, aber der Preis ist dann schon hoch. Jetzt habe ich entdeckt, dass es bei Basic - sicher auch bei anderen Biofleisch-Anbietern- Hühnerkarkassen gibt (also das Gerippe sozusagen, wenn die Einzelteile wie Brust, Bein , Flügel entfernt sind). Es ist immer noch viel Fleisch dran, aber es geht auch um die Knochen, in denen viele Mineralstoffe gespeichert sind. So ist das Ganze finanziell schon mal viel günstiger. Sonst sind auch Suppenhühner gut, je älter das Tier, desto mehr Mineralstoffe in den Knochen.
Da das Kochen so eine simple Sache ist, wollte ich Euch darauf aufmerksam machen.
So eine Suppe sättigt auch sehr lange. Nicht nur der Blutzuckerspiegel reguliert unseren Appetit, sondern auch die Versorgung mit Nährstoffen. Außerdem ist natürlich auch einiges an Fett drin.

Idealerweise kocht man in einem Slow Cooker, oder einem Einkochautomaten, oder in einem hitzebeständigen Topf mit Decke im Backofen. Temperatur zwischen 75 und 90 Grad, dann kocht auch nichts über. Es soll nur sanft simmern, nicht sprudelnd kochen.

Die Karkassen (oder Rinderknochen, Beinscheibe, das geht natürlich auch mit Rind) mit etwas Sellerie oder Petersilienwurzel, einer Möhre, einer Zwiebel, einigen Pfefferkörnern, Lorbeerblatt, ein Pimentkorn, Wacholderbeeren gehen auch, je nach Geschmack mit Wasser aufsetzten und für 20 Stunden simmern lassen. Idealerweise nicht den Deckel abheben, da verdampft nur Wasser. Dann die festen Teile rausfischen und die Suppe durchsieben, dann noch mal durch ein Passiertuch geben. Da man ja nicht den Schaum abgeschöpft hat, schwimmt eben noch einiges drin rum. Entweder weckt man dann ein - wer große Mengen im Einkochautomaten gemacht hat, oder - wie ich- stellt die Suppe in den Kühlschrank und verbraucht sie innerhalb der nächsten Tage.

Mit solchen Suppen setzte ich Gulasch an, koche Gemüsesuppen aller Art. Mogle so meiner fast Magersüchtigen Tochter einige Nährstoffe unter und versorge uns insgesamt mit den nötigen Nährstoffen. Und die Suppe ist immer gut für eilige Hungrige - das machen alle hier im Haus- da wird eben eine Tasse getrunken. Allemal besser als ein schnelles Brot oder sonstigen Schrott.
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Laufschnecke
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Re: Hühnerkraftbrühe

Beitragvon Laufschnecke » 9. Februar 2016, 10:29

Danke für dein Rezept, aber soll man. nicht, laut LCHF, Knollengemüse meiden?

Ich mache mir immer aus ähnlichem Gemüse, Gemüsepaste (mit Salz einkochen und in Gläser füllen, hält monatelang). Das ist sozusagen mein Maggiersatz. Die Suppe klingt aber auch gut, allerdings hätte ich ein Platzproblem im Kühlschrank :-?
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Duftrausch
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Re: Hühnerkraftbrühe

Beitragvon Duftrausch » 9. Februar 2016, 11:01

Wenn auf zwei Liter Brühe eine Möhre kommt? Man kann ja auch pur das Fleisch kochen, oder eben variieren. Wenn Dein Kühlschrank Platzprobleme bekommt, bleibt doch noch die Variante mit einkochen :)
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Re: Hühnerkraftbrühe

Beitragvon waschbaer » 9. Februar 2016, 22:26

Ich finde der Platz im Kühlschrank ist dabei gar nicht das Hauptproblem.
Kochst du die Suppe wirklich 20 Std ? So viel Zeit hätte ich gerne um dann auch regelmäßig nachzuschauen und auch mal umzurühren. :-? :D

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Re: Hühnerkraftbrühe

Beitragvon mamalou » 9. Februar 2016, 23:43

Also bei mir "kocht" die durchaus auch zwischen 15 und 20 Stunden ... Natürlich hab ich nicht die Zeit, zwischendurch nachzuschauen und umzurühren (ist übrigens nicht nötig bei Suppe) - ich mach die im Slowcooker. Ich hab mir letztes Jahr einen 8-Liter-Slowcooker (passen netto kanpp 6,5 ltr. rein) gegönnt - knapp über 30 Euro beim großen Fluss ... das Teil hat sich inzwischen schon mehrfach bezahlt gemacht.
Einfüllen, würzen (naja, hat ein/zwei "Übungssuppen" gebraucht, die dann doch noch nachgewürzt werden mussten - meistens sind wir ja mit Salz etwas zu sparsam) einschalten und dann "irgendwann am nächsten Abend oder so ..." die erste Tasse Brühe genießen ...
Ich nehme übrigens gerne Poularde, wenn ich grad kein frisches Suppenhuhn kriegen kann - die Brühe wird dann fetter und ist dadurch fast noch geschmackvoller. Aus dem Fleisch mache ich Hühnerfrikassee, Salate (mit oder ohne Grünzeug), Brotaufstich, Brotbelag, (ich hab hier auch noch nen Nicht-LCHFler) - es kommt immer weg. Mittlerweile muss ich jede Woche einen Topf voll aufsetzen, weil die Hühnersuppe so vielseitig (und lecker) ist.
Hier in der Pampa werde ich wohl kaum Karkassen bekommen - bin schon froh, dass ich das beim Fischhändler kriege ... aber ich mache mich mal auf die Suche. Das wäre nochmals eine Optimierung.

Grüße
Bettina

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Re: Hühnerkraftbrühe

Beitragvon Duftrausch » 10. Februar 2016, 11:14

ich koche sie auch im Slow Cooker - eine geniale Erfindung übrigens-
Aber auch wenn man sie im Einkochautomaten oder im Backofen macht. Durch die niedrige Temperatur muss man auch nicht nachgucken, das senkt nur die Temperatur und sollte vermieden werden.
Das ist ja das Tolle: Es macht fast keine Arbeit, ist preiswert und liefert ein tolles Ergebnis.

Die zwanzig Stunden Kochzeit haben damit zu tun, dass ich mich viel mit TCM beschäftigt habe. Je mehr Energie man in eine Speise tut, z.B. durch Erhitzen, umso energetischer ist diese.
Es gibt übrigens Rituale, da wird die Suppe noch viel länger gekocht. Für Wöchnerinnen z.B.
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Re: Hühnerkraftbrühe

Beitragvon Laufschnecke » 10. Februar 2016, 11:37

Wenn auf zwei Liter Brühe eine Möhre kommt? Man kann ja auch pur das Fleisch kochen, oder eben variieren. Wenn Dein Kühlschrank Platzprobleme bekommt, bleibt doch noch die Variante mit einkochen :)
Ich glaube Sellerie ist auch eine Knolle ;) aber letzendlich dürfte das nicht die Abnahme behindern.
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Re: Hühnerkraftbrühe

Beitragvon mamalou » 10. Februar 2016, 11:39

Ich muss zugeben, bei mir hat das lange Kochen nicht solche Hintergründe - es ist eher dem Zeitpunkt geschuldet, wann ich die Suppe aufsetze und wann ich dann wieder zuhause bin. Aber es klingt interessant und ich werde mir gelegentlich mal die Zeit nehmen, mich darüber ein wenig zu informieren.
Aber das mit der Energie sollte ja auch funktionieren, wenn man nicht darüber Bescheid weiß ... :-)

Grüße
Bettina

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Re: Hühnerkraftbrühe

Beitragvon Laufschnecke » 10. Februar 2016, 11:45

Die zwanzig Stunden Kochzeit haben damit zu tun, dass ich mich viel mit TCM beschäftigt habe. Je mehr Energie man in eine Speise tut, z.B. durch Erhitzen, umso energetischer ist diese.
Es gibt übrigens Rituale, da wird die Suppe noch viel länger gekocht. Für Wöchnerinnen z.B.
Ein Rohköstler sagte mir mal, je länger bzw höher etwas erhitzt wird, umso mehr "Leben" wird dem Nahrungsmittel entzogen. Das gleiche gilt auch für die Mikrowelle, das Essen ist quasi tot. Das ist mir nur gerade so eingefallen, ich habe auch keine Ahnung woher er diese Info hat, er trocknet bis maximal 60 Grad.
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Re: Hühnerkraftbrühe

Beitragvon Duftrausch » 10. Februar 2016, 12:18

Für einen Gesunden mag das ja auszuhalten sein.
Ich lebe ja auch nicht von der Suppe alleine, die mag tot sein, aber sie enthält sehr viele Mineralstoffe, die der Mensch in der Form sehr gut verwerten kann. Ohne, dass der Darm viel tun muss. Ich habe ein Leaky Gut Syndrom gehabt, bzw, repariere immer noch daran. In so einer Suppe ist auch viel L-Glutamin - eine Aminosäure- die die löchrige Darmwand repariert.
Ich esse auch sehr gerne roh, auch Fleisch, aber vieles ist besser für den Menschen verdaulich, gerade den, mit nicht so toller Verdauungsleistung, wenn es gekocht ist.
Wenn Dein Rohköstler sich auf die Biophotonenstrahlung bezieht, dann gebe ich ihm recht, dann ist die Suppe tot. Dafür esse ich ja genug anderes Frisches und trinke auch "lebendiges" Quellwasser aus Glasflaschen.

ach, und ich nehme doch keinen Sellerie, vertrage ich nicht. Die Aufzählung der Gemüse war eine Kann-Auswahl. Was der einzelne letztendlich mit zum Fleisch gibt, ist doch ganz individuell. Ich habe für mich das bisher nicht abgewogen, mache ich aber nächstes Mal, interessehalber. Aber im Verhältnis zur Menge Wasser, bzw, später der Suppe, sind es eben sehr wenig KH's.
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