An die ehemaligen Raucher

Zurück zu „Keine Ernährung aber dennoch wichtig für die Gesundheit“


Themen rund um das körperliche und seelische Wohlbefinden
Benutzeravatar
petzinger
Beiträge: 2285
Registriert: 14. April 2011, 20:56
Wohnort: Hessen
Status: Offline

Re: An die ehemaligen Raucher

Beitragvon petzinger » 29. August 2014, 11:42

Eine Sucht ist eine ganz schlimme Krankheit.

Alkohol- und Heroinsucht mit Zigarettensucht auf eine Stufe zu stellen finde ich schon ziemlich gewagt.
Beginn am 18.08.2019 mit 91,7 kg
1. Ziel 82 kg
2. Ziel 72 kg
Dann mal schauen...

Benutzeravatar
Pinselchen79
Moderator
Beiträge: 5588
Registriert: 17. Oktober 2012, 17:56
Wohnort: nahe Köln
Status: Offline

Re: An die ehemaligen Raucher

Beitragvon Pinselchen79 » 29. August 2014, 11:58

Warum?
Ich sage nicht, dass sie genauso schlimm ist, genauso schlimme Konsequenzen haben kann. Das wäre vermessen.
Die schwere der Sucht, die psychische Abhängigkeit stelle ich aber durchaus auf eine Stufe!
Auch wenn man bei der Zigarette keinen Rausch hat wie bei Alkohol, keine Trips fährt wie bei LSD, so macht die Zigarette dennoch abhängig, sehr schwer sogar. Und das, obwohl der "Nutzen" (Trip, Rausch) nicht offensichtlich ist. Sogar die meisten Raucher sagen ja, dass sie eigentlich keinen Genuss verspüren.
Und ja, etwas was schwer abhängig macht, obwohl viele Betroffenen nicht mal selbst wissen warum halte ich für eine gefährliche Sucht, sehr schwere und genauso ernstzunehmende Sucht wie andere.
Die unter http://www.LCHF.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
~97kg

sonne
Status: Offline

Re: An die ehemaligen Raucher

Beitragvon sonne » 29. August 2014, 12:08

Meine pwersönliche Definition von Sucht ist folgende:

Du weißt/ahnst, wie auch immer, dass die Sache dir die freie Entscheidung nimmt... und kannst aber nicht "einfach" damit aufhören. Einfach so damit aufhören!

Bisher wurde hier über an Stoffe gebundene Süchte geschrieben, aber für mich gehören die nicht-Stoff gebundene, daher nicht so offensichtliche, auch in die Kategorie Sucht - wenn das oben genannte Kriterium erfüllt ist.

Insofern kannn ich Stoffel sogar recht geben wenn er meint, dass man zum Aufhören echt Willenstärke benötigt. Weil es eben nicht "einfach so" geht.

NICHT mit ihm konform gehe ich aber in dem Punkt, dass Süchtige "willensschwach" seien.

Sonst würden nicht viele Süchtige es doch schaffen, ihre Sucht aufzugeben.

Benutzeravatar
Pinselchen79
Moderator
Beiträge: 5588
Registriert: 17. Oktober 2012, 17:56
Wohnort: nahe Köln
Status: Offline

Re: An die ehemaligen Raucher

Beitragvon Pinselchen79 » 29. August 2014, 12:13

Ja man braucht Willensstärke zum Aufhören. Bei JEDER Sucht. Nicht nur bei Zigaretten.
Die unter http://www.LCHF.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
~97kg

sonne
Status: Offline

Re: An die ehemaligen Raucher

Beitragvon sonne » 29. August 2014, 12:26

Ja man braucht Willensstärke zum Aufhören. Bei JEDER Sucht. Nicht nur bei Zigaretten.
Eben, Pinselchen. Genau das meinte ich, insofern gibt es m. E. doch einen gemeinsamen Nenner bei allen Süchten, wie ich in meinem vorigen Beitrag dargestellt habe.

Dass Alkoholiker und Junkies und Raucher, Kaufsüchtige, Sexsüchtige, etc., etc., in sehr unterschiedlichen Graden sich und ihrem Umfeld schaden, das steht außer Frage.

Das berechtigt aber IMHO nicht, allgemein eine "Hierarchie der Süchte" in "schlimm, schlimmer, am schlimmsten" aufzustellen.

Ich tue es nicht! Ich fühle mich mit meinen Kippen kein bißchen über die Heroinsüchtige erhaben, die ich auf der Straße mit ihren Schäferhunden um ein Euro bettelnd antreffe.

Toxa
Beiträge: 608
Registriert: 30. März 2013, 11:09
Status: Offline

Re: An die ehemaligen Raucher

Beitragvon Toxa » 29. August 2014, 18:23

Eine Sucht ist eine ganz schlimme Krankheit.

Alkohol- und Heroinsucht mit Zigarettensucht auf eine Stufe zu stellen finde ich schon ziemlich gewagt.
Stoffel ignoriert in seiner Argumentation jedoch vollkommen, dass bei jeder Sucht - auch bei etwas abstrakteren Sachen wie z.B. Spielsucht oder Kaufsucht - biochemische Vorgänge im Körper eine Rolle spielen.

Ich zitiere mal frei aus dem Gedächntis den groben Zusammenhang, soweit ich ihn erinnere: Ein Gehirn, welches jahrelang Nikotingenuss gewöhnt war, bildet sogar neue Rezeptoren, an denen immer mehr Nikotin andocken kann. Das ist u.a. der Grund, warum man über die Jahre die Zigarettenmenge steigern muss, um den selben Effekt zu erzielen.

Wenn man mit dem Rauchen aufhört, können zwar wieder andere Stoffe als das Nikotin an die Good-Feeling-Rezeptoren andocken, aber es dauert eine ganze Zeit lang, ich glaube es waren Monate, bis sich die zuvor gebildeten Rezeptoren wieder zurückentwickelt haben.

Weiterhin benötigt der Körper auch längere Zeit, bis der Stoffwechsel wieder so läuft, wie annähernd vorher.

Last but not least gibt es da auch noch das Suchtgedächtnis. Wir alle lechzen nach Gute-Laune-Stöffchen, also (auch) den körpereigenen.

Und ich hab bestimmt noch ne Menge vergessen zum Thema - aber ich kann nur den Kopf schütteln über Aussagen, wie sie hier von Stoffel getan wurden. Besonders gegen den Strich geht mir dieser ewig abwertende Unterton dabei. Ätzend.

Benutzeravatar
xuhux
Beiträge: 108
Registriert: 4. Januar 2014, 18:02
Status: Offline

Re: An die ehemaligen Raucher

Beitragvon xuhux » 1. September 2014, 00:44

Was mich am meisten stört ist:
Interessant was die Leute so lesen wollen wenn man nicht nach ihrem Gusto schreibt... ich würde meine Aussagen übers Rauchen niemals 1:1 auf andere Süchte übertragen aber wer da Lust drauf hat, bitte, ist ein freies Land, jeder darf so viel (Un)sinn machen wie er will :D
Mir geht es nicht darum, dass ein Anderer eine andere Meinung hat als ich. Soetwas macht eine Diskussion eher unterhaltsam. Es ist schön für Dich das Du es so geschafft hast und es ist mit Sicherheit auch der bessere Weg. Aber es gibt Menschen, die es nicht so einfach schaffen. Diese Menschen pauschal als willensschwach zu bezeichnen, kann dazu führen, dass diese Menschen länger unnötig in ihrer Sucht verbleiben als nötig. Eine sichere Methode Projekte schon im Anfangsstadium zu töten, ist die Projektziele unerreichbar hoch zu legen!

Für mich war es relativ einfach auf Zucker und Getreide zu verzichten und mich erst auf den LCHF- und nun auf den Paleo-Weg zu machen. Bei der Tabaksucht ist es anders, hier brauche ich ein weniger gefährliches Substitut.

Man braucht nur im Rezeptteil dieses Forums nach Süssigkeiten- oder Brotersatz stöbern, damit einem klar wird, dass Vielen hier der Umstieg nicht so einfach fällt wie mir.
Natürlich ist das einfach nur eine Willensfrage!
Alles nur eine Kopfsache!

Dieses Forum ist voll von willensschwachen Hilfesuchenden.
Das Letzte was wir benötigen sind Ratschläge, die am Ende doch nur Schläge sind.

Dampfend oder nichtdampfend wünsche ich Euch eine gute Nacht mit viel guten Schlaf und viel Kraft für den morgigen Tag,

Uhu

Stoffel77
Status: Offline

Re: An die ehemaligen Raucher

Beitragvon Stoffel77 » 1. September 2014, 12:26

Ich zitiere mal frei aus dem Gedächntis den groben Zusammenhang, soweit ich ihn erinnere: Ein Gehirn, welches jahrelang Nikotingenuss gewöhnt war, bildet sogar neue Rezeptoren, an denen immer mehr Nikotin andocken kann. Das ist u.a. der Grund, warum man über die Jahre die Zigarettenmenge steigern muss, um den selben Effekt zu erzielen.

Wenn man mit dem Rauchen aufhört, können zwar wieder andere Stoffe als das Nikotin an die Good-Feeling-Rezeptoren andocken, aber es dauert eine ganze Zeit lang, ich glaube es waren Monate, bis sich die zuvor gebildeten Rezeptoren wieder zurückentwickelt haben.
Gibt es dazu Quellen? Sowas habe ich nämlich noch nie gehört oder gelesen und es würde mich stark wundern wenn es denn wirklich so wäre...

Du kennst mich nicht also bitte unterlasse den Versuch meinen geschriebenen Worten ein "Gschmäckle" wie "ätzend" zu geben. Das ist deine Interpretation und die kannst in dem Fall für dich behalten weil du keine Ahnung zu haben scheinst, wie ich sowas meine und wie es zu interpretieren ist.
Danke.

@Xuhux: das kann man so oder so sehen. Ich bin kein Fan von weichgespült, hoch gesetzte Ziele bringen jemanden mMn weiter als nur tiefgestapelte Ziele. Nur wer groß denkt erreicht auch großes.
Aber da gibt es unterschiedliche Philosphien die man hier nicht diskutieren muss.

Toxa
Beiträge: 608
Registriert: 30. März 2013, 11:09
Status: Offline

Re: An die ehemaligen Raucher

Beitragvon Toxa » 1. September 2014, 13:32

Ich zitiere mal frei aus dem Gedächntis den groben Zusammenhang, soweit ich ihn erinnere: Ein Gehirn, welches jahrelang Nikotingenuss gewöhnt war, bildet sogar neue Rezeptoren, an denen immer mehr Nikotin andocken kann. Das ist u.a. der Grund, warum man über die Jahre die Zigarettenmenge steigern muss, um den selben Effekt zu erzielen.

Wenn man mit dem Rauchen aufhört, können zwar wieder andere Stoffe als das Nikotin an die Good-Feeling-Rezeptoren andocken, aber es dauert eine ganze Zeit lang, ich glaube es waren Monate, bis sich die zuvor gebildeten Rezeptoren wieder zurückentwickelt haben.
Gibt es dazu Quellen? Sowas habe ich nämlich noch nie gehört oder gelesen und es würde mich stark wundern wenn es denn wirklich so wäre...
Ich hab eigentlich nur 2 Bücher zum Thema gelesen, wenn ich mich richtig erinnere, zum einen das von Carr und zum anderen das hier: http://www.amazon.de/Leben-ohne-Nikotin ... zigaretten; in einem von beiden stand oben zitiertes drin. Ansonsten hilft Dir Google weiter.

Und mit dem wundern soll man ja bekanntlich nie aufhören:
Klick für NZZ-Artikel: Nikotin verändert das Gehirn ähnlich wie harte Drogen
Süchtiges Verhalten als Folge von Störungen im Dopaminsystem


Zitat daraus:
Obwohl sich die Mehrheit der abhängigen Raucher von ihrem Laster befreien möchten, gelingt es den wenigsten, aus eigener Kraft auf Dauer abstinent zu bleiben. Nach neueren Befunden könnte das daran liegen, dass Nikotin das Gehirn stärker verändert, als man bisher annahm.
ebenfalls Zitat :
Bei abhängigen Rauchern fanden sich in Teilen des Belohnungszentrums signifikant weniger Dopaminrezeptoren als bei Nichtrauchern, und auch in diesem Fall wurde die reduzierte Rezeptordichte bei Abstinenz nicht sofort wieder nach oben korrigiert.

Du kennst mich nicht also bitte unterlasse den Versuch meinen geschriebenen Worten ein "Gschmäckle" wie "ätzend" zu geben. Das ist deine Interpretation und die kannst in dem Fall für dich behalten weil du keine Ahnung zu haben scheinst, wie ich sowas meine und wie es zu interpretieren ist.
Ich empfinde Deine unsensible Art und Deine Bewertungen als absolut demotivierend und somit mehr als kontraproduktiv. Du marschiert hier mit einer Art verbalem Vorschlaghammer durch den Thread und das finde ich einfach ätzend, weil es hier m.E. im positiven Sinne um Motivation, Information, gegenseitige Ünterstützung und Hilfe gehen sollte.
Wenn die Interpretation Deiner Postings einer Art Insider-Vorauswissen bedürfen oder nur von Personen verstanden werden können, die Dich persönlich kennen, würde ich überlegen, ob sie dann in dieser Form in einem öffentlichen Forum gepostet werden sollten oder ob evtl. eine PN angemessener wäre.

Minze
Status: Offline

Re: An die ehemaligen Raucher

Beitragvon Minze » 1. September 2014, 13:48

Hallo hallo hallllooooo....

Es ist immer schwierig so etwas leichtverdaulich zu schreiben.
Es fehlt immer die Stimme, geschriebene Buchstaben bekommen daher so manches mal einen anderen Klang, als es vielleicht haben sollte.

Daher möchte ich bitten, alles als Empfehlung oder persönliche Meinung zu verstehen.
Toleranz ist hier gefragt.
Vielleicht ist es auch mal ganz gut, den Beitrag noch mal zu lesen, bevor man ihn auf die Reise schickt.
Einfach um Missverständnisse zu umgehen.

Und es sind viele Meinungen nötig um eine gute Diskussion zu führen.
Man kann/darf/soll seine Meinung gerne äussern, nur sollte man nicht den Anspruch haben, jemanden überzeugen zu müssen.

Danke.


Zurück zu „Keine Ernährung aber dennoch wichtig für die Gesundheit“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast