Lipödem

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Parepher
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Re: Lipödem

Beitragvon Parepher » 21. April 2015, 23:31

Solange du damit keine weiteren Probleme hast, muss man da auch nix machen. Diäten helfen da allerdings auch nicht wirklich, denn an den betreffenden Stellen nimmt man da auch nicht ab.

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Anne
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Re: Lipödem

Beitragvon Anne » 6. August 2015, 22:25

Diäten helfen da allerdings auch nicht wirklich, denn an den betreffenden Stellen nimmt man da auch nicht ab.
Das stimmt so nicht ganz. Ich bin noch lange nicht am Ziel meiner Reise mit lchf und meinem Lipödem, aber soviel kann ich schon sagen: ich nehme, trotz Lipödem, gleichmäßig am gesamten Körper ab! Definitiv auch an den Beinen, die vermesse ich regelmäßig. Außerdem sind die Beine deutlich sichtbar glatter geworden, viel weniger Dellen und Knoten.
Ich trage Kompression und mache auch mit selbigen Sport.
Kurz vor der Diagnose Lipödem wurde auch eine SD-Unterfunktion festgestellt und seitdem behandelt.
Außerdem bin ich zusätzlich grade noch dabei, meinen Darm zu sanieren; alle diese Maßnahmen scheinen, neben lchf/paleo, zumindest zum jetztigen Zeitpunkt zum Erfolg zu führen.
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Ariel
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Re: Lipödem

Beitragvon Ariel » 21. August 2016, 19:40

Hallo,
ich leide auch an Lipödemen, habe schon meinen geliebten Quark komplett gestrichen, was noch bleibt ist ein schmückten Sahne im Kaffee. Jetzt habe ich gelesen das auch Eier bei Lipödemen nicht so doll sind und nach Möglichkeit nicht gegessen werden sollten.
Kann mir jemand dazu nähere Angaben machen? Da ich nicht gerne Fleisch esse waren Eier schon mal öfters auf meinem Speiseplan, ausserdem backe ich mein Brot mit Eiern und auch in meinen Kuchen kommen Eier.
Ich habe jetzt mit LCHF wieder angefangen und hoffe, dass ich das Gewicht, das ich den letzten 6 - 8 Wochen zugenommen habe schnellsten wieder los werde.
Freue mich über eure Tipps
LG Ulla

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Anne
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Re: Lipödem

Beitragvon Anne » 22. August 2016, 10:33

Hallo Ulla,

um deine Frage zu beantworten müsste ich etwas weiter ausholen.

Meiner Ansicht nach ist Lipödem ein systemisches Problem - das heißt, viele verschiedene Faktoren tragen dazu bei, dass ein Lipödem entsteht.
Ich bin im Gespräch mit vielen Frauen die, genau wie ich, von Lipödem betroffen sind. Fast allen ist eins gemeinsam: seit längerem sind die Entzündungswerte im Blut erhöht und sie haben eine hohe Infektanfälligkeit. Außerdem haben viele Probleme mit dem Darm (unregelmäßige Verdauung, häufiger Wechsel von DF zu Verstopfung usw).
Das unterstützt die Meinung von Naturheilkundlern, die behaupten, dass Entzüngen das Hauptproblem sind.
LCHF ist eine großartige Ernährung, die schon weitestgehend anti-entzündlich ist - sofern man sich an die Empfehlungen im Flyer hält! Dabei insbesondere auch an die Empfehlung, möglichst frisch zu kochen, regionale und saisonale Produkte aus Bio-Anbau zu verwenden, Fleisch aus artgerechter (Weide)haltung zu verarbeiten und keine industriell stark verarbeiteten Prdukte wie Wurstwaren zu konsumieren, etc.

Nun, man sagt, dass es bestimmte Lebensmittel gibt, die besonders entzündungsfördernd sind. Darunter glutenhaltiges Getreide, Hülsenfrüchte, Zucker, Hefe und eben auch Hühnerei und Milchprodukte.
Man kann darüber hinaus mit einem Bluttest herausfinden, ob man noch auf andere Lebensmittel reagiert, und zwar mit einem IgG-Antikörpertest. Dieser Test wird oft kritisiert, er würde ohnehin nur das anzeigen, was man in der letzten Zeit gegessen hat.
Ich kann nur von meiner eigenen Erfahrung berichten: ich habe diesen test machen lassen und habe mich über ein Jahr von allen Sachen auf die ich reagiert habe ferngehalten. Mein Lipödem ist drastisch geschrumpft!
Außerdem habe ich in dieser Zeit meinen Darm saniert. Man kann das auf natürliche Weise über die Ernährung versuchen, oder aber auch von außen Darmbakterien zuführen.

Möglich oder denkbar ist auch die Durchführung des Autoimmunprotokolls. Das ist eine Auslassdiät, mit der man durch genaue Selbstbeobachtung herausfinden kann, welche Nahrungsmittel man nicht verträgt.

Das ganze ist nicht immer einfach und grade wenn man Nachbauten macht, hat man natürlich schnell das Gefühl von Verzicht.
ABER - in meinem Fall hat sich der Aufwand und die Disziplin sehr gelohnt und ich bin auch weiterhin dran!
Zur Zeit gibt es die Tellerspione von Frau Yu milchfrei! Dort gibt es viel Inspiration, wie es auch ohne Milchprodukte und ohne Nachbauten gehen kann. Du findest sie hier:
http://lchf.de/lchf-tellerspione-kw-34-2016

Alles Gute,
Kap
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katekit
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Re: Lipödem

Beitragvon katekit » 28. August 2016, 11:35

Ich habe auch ein sehr ausgeprägtes Lipödem + Lymphödem. Ich hoffe das LCHF auch dagegen hilft.

Auch ich habe schon seit längerer Zeit erhöhte CRP-Werte. Ursache ist unbekannt, Infektionen habe ich aber zur Zeit nicht - auch nicht vermehrt.


Allerdings mache ich schon länger alle Sachen selber, da ich zusätzlich eine Allergie habe. Gegen was genau ist nicht bekannt, aber ohne Industriell gefertigte Sachen wurde es etwas besser. Dank der Gemüse aus dem eigenen Garten - noch besser.
Erstaunlich finde ich, das erst nach 1990 die Allergie, sowohl bei mir, bei meiner Mutter und bei einem Bruder aufgetretet ist. obwohl wir jeweils 400 km auseinander wohnten. Vorher haben wir fast ausschließlich von dem gelebt, was der Garten hergab und auch keine stark verarbeiteten Lebensmittel gekannt (DDR) - An Fleisch wurde oft Taube oder Kaninchen gegessen... und die Milch wurde noch richtig Sauer... Heute schlachte ich Kaninchen und Wachteln, kaufe die Rohmilch an der Milchtankstelle und koche was der Garten hergiebt - Back to the Roots =))

Auslassdiäten hatte ich schon vor Jahren im Krankenhaus. Ohne nähere Erfolge. Ich hab auch ehrlich gesagt da wenig Lust mehr zu. Ich halte mich jetzt erst mal an LCHF und im Moment klappt es - ob ich irgendwann mal die Milchprodukte weglasse .... ich weiß es noch nicht. Derzeit könnte und wollte ich es nicht.

Zur Zeit geht es mir aber auch so gut.
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Carry
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Re: Lipödem

Beitragvon Carry » 11. September 2016, 20:25

Nachdem Ulla heute auch bei mir anfragte, wie das denn mit dem Hühnerei aussieht, habe ich hier mal gelesen ...

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ein Hühnerei - sofern man es nicht aus Massentierhaltung kauft, sondern möglichst aus guter (Weide-) Bio-Haltung - wirklich so stark entzündungsfördernd sein soll, dass man es grundsätzlich aus seiner Ernährung verbannen muss.
Ich denke hier sollte man sich den gesamten Kontext ansehen.

Vielleicht sind dabei diese beiden Seiten ganz interessant?
http://www.urgeschmack.de/sind-eier-gesund/
http://www.urgeschmack.de/ist-arachidonsaure-ungesund/

Alles Liebe, Karen

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Anne
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Re: Lipödem

Beitragvon Anne » 11. September 2016, 21:27

Hallo Karen,

Erstmal - herzlich willkommen bei uns im Forum! Du bist ja schon ziemlich erfahren in Sachen ketogener Ernährung - ich freu mich auf den Austausch mit dir!

Zu den Eiern: nur mal ganz kurz (schreibe grade vom Handy aus, da ist das Tippen etwas mühsam) ebenfalls ein Link zu urgeschmack:
http://www.urgeschmack.de/was-ist-paleo ... protokoll/
Hier wird an erster Stelle das Hühnerei als problematisches Lebensmittel für Menschen mit Autoimmunerkrankungen genannt.
Auch, wenn man es so explizit noch nirgends in der Literatur findet, sehe ich persönlich das lipödem auch als eine Autoimmunerkrankung und behandel sie für mich selbst auch so.

Das heißt aber nicht, dass ich grundsätzlich gegen den Verzehr von Eiern wäre! Im Gegenteil,eier sind ein ganz tolles Lebensmittel und für gesunde (!!) Menschen vollkommen unproblematisch!

Später gerne mehr, aber dann lieber vom Laptop aus ;)
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Re: Lipödem

Beitragvon Carry » 11. September 2016, 22:02

Dass das Lipödem eine Autoimmunerkrankung ist, sehe ich ähnlich :)
Bzw. eigentlich denke ich, es ist ein Symptom einer Mitochondriopathie ... deswegen hab ich ja doch irgendwie die Hoffnung, dass sich da auch ohne OP noch einiges machen lässt ... mit ganz viel Geduld :)

Bei mir ist es so, dass ich zum Beispiel nicht zu viel Gemüse essen darf, darauf reagiere ich. Auf Milchprodukte und eben auch Eier zum Beispiel fast gar nicht ... Auch wenn dann viele den Kopf verdrehen, wie man sowas noch ketogene Ernährung nennen kann :)
Mir hat es geholfen, einfach im Blut die Ketonkörper zu messen. Wenn ich auf irgendwas reagiert hab, bin ich immer gleich aus der Ketose geflogen.

LG, Karen

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Re: Lipödem

Beitragvon Anne » 12. September 2016, 09:32

Dass das Lipödem eine Autoimmunerkrankung ist, sehe ich ähnlich :)
Bzw. eigentlich denke ich, es ist ein Symptom einer Mitochondriopathie ... deswegen hab ich ja doch irgendwie die Hoffnung, dass sich da auch ohne OP noch einiges machen lässt ... mit ganz viel Geduld :)
Ja, ist es nicht eh so, dass den Autoimmunerkrankungen letztlich schlappe Mitochondrien zugrunde liegen?
In diesem Sinne alles für gesunde, starke Mitochondrien zu tun, scheint mir ein guter Plan :)
Und jaaa, Geduld ist definitiv nötig, aber leider auch das, was mir am meisten fehlt :roll:
Bei mir ist es so, dass ich zum Beispiel nicht zu viel Gemüse essen darf, darauf reagiere ich. Auf Milchprodukte und eben auch Eier zum Beispiel fast gar nicht ... Auch wenn dann viele den Kopf verdrehen, wie man sowas noch ketogene Ernährung nennen kann :)
Mir hat es geholfen, einfach im Blut die Ketonkörper zu messen. Wenn ich auf irgendwas reagiert hab, bin ich immer gleich aus der Ketose geflogen.
Das ist jetzt aber echt mal interessant mit dem Abbruch der Ketose bei Unverträglichkeiten. Hast du das dokumentiert, also kannst du nachvollziehen, welche Gruppe von Gemüse das betrifft?
Mein erster Gedanke war jetzt ehrlich gesagt, dass es sich dabei ja auch um Gemüse mit vielen kh handeln könnte, und dass du desegen aus der Ketose fliegst. Aber du machst das ja nicht erst seit gestern, von daher ist das wohl eher nicht zutreffend.
Wenn du für dich spürst, dass du mit Mipro und Eiern keine Probleme hast, ist das doch super.


Um nochmal ganz allgemein auf das Thema zurückzukommen - natürlich ist es keine Pflicht, bei Lipödem auf Mipro und Eier zu verzichten! Der Weg den ich verfolge, ist EIN möglicher Ansatz von mehreren!
Allerdings - ich habe dich, Ulla, so verstanden, dass du mit den bisherigen Maßnahmen noch nicht so den durchbrechenden Erfolg hast. Und dann würde ich persönlich einfach weiter suchen nach dem Schlüssel der evtl passen könnte. Vielleicht heißt der Schlüssel eben doch "Verzicht auf Eier und Mipro"?
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Re: Lipödem

Beitragvon Carry » 12. September 2016, 10:04

Ja, ist es nicht eh so, dass den Autoimmunerkrankungen letztlich schlappe Mitochondrien zugrunde liegen?
In diesem Sinne alles für gesunde, starke Mitochondrien zu tun, scheint mir ein guter Plan :)
Dafür bin ich dann irgendwie zu wenig Mediziner oder Biologe, um das so in der ganzen Gesamtheit irgendwie begreifen zu können. Aber vermutlich ist das so, dass alles nur Symptome davon sind.
Das ist jetzt aber echt mal interessant mit dem Abbruch der Ketose bei Unverträglichkeiten. Hast du das dokumentiert, also kannst du nachvollziehen, welche Gruppe von Gemüse das betrifft?
Mein erster Gedanke war jetzt ehrlich gesagt, dass es sich dabei ja auch um Gemüse mit vielen kh handeln könnte, und dass du desegen aus der Ketose fliegst. Aber du machst das ja nicht erst seit gestern, von daher ist das wohl eher nicht zutreffend.
Ja, ich hab letztes Jahr ja von vielen Seiten gesagt bekommen "Du musst mehr Gemüse essen", "lass doch endlich mal die Mipros weg" ... also hab ich Gemüse gegessen und mich schlecht gefühlt. Ich war noch nie der Gemüseesser.
Und dann hab ich angefangen, jeden Tag zu messen und zu vergleichen mit dem, was ich so am Tag zuvor gegessen habe.
Und das war dann sowas wie Brokkoli, Blumenkohl ... also schon alles Lebensmittel, die ja nun nicht zu viele KH haben. Salat und sowas kann ich aber essen, das ist wiederum kein Problem.
Um nochmal ganz allgemein auf das Thema zurückzukommen - natürlich ist es keine Pflicht, bei Lipödem auf Mipro und Eier zu verzichten! Der Weg den ich verfolge, ist EIN möglicher Ansatz von mehreren!
Allerdings - ich habe dich, Ulla, so verstanden, dass du mit den bisherigen Maßnahmen noch nicht so den durchbrechenden Erfolg hast. Und dann würde ich persönlich einfach weiter suchen nach dem Schlüssel der evtl passen könnte. Vielleicht heißt der Schlüssel eben doch "Verzicht auf Eier und Mipro"?
Da bin ich völlig bei Dir :) - Ich hatte nur bemerkt, dass das in einer Diskussion auf Facebook ziemlich verallgemeinert wurde.
Dieses tägliche Messen und Vergleichen ist zwar ziemlich teuer auf Dauer, aber ja vielleicht auch ein Weg, um herauszufinden, was dem Körper gut tut und was nicht? Denn: Hat der Körper Stress, z.B. durch Nahrungsmittel die er nicht verträgt, schüttet er ja auch Cortisol aus, was wiederum den Ketonkörperspiegel senkt.

Was ich für mich auch rausgefunden habe: Meine Beine und ich fühlen uns am wohlsten bei einem Wert von >3mmol/l. Das ist ähnlich den Werten, die bei Epileptikern empfohlen werden. Drunter fangen meine beine schnell wieder an zu brennen und Wasser einzulagern (trotz Steinklee). Warum das so ist, hab ich mir aber noch nicht erklären können. Vielleicht hat jemand eine Idee?


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