Schwangerschaftsdiabetes

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Ex-Krümelmonster
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Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon Ex-Krümelmonster » 16. Juni 2016, 14:47

Hallo allerseits!
Ich bin seit langer Zeit nicht mehr aktiv hier im Forum, aber vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an mich...

Bei mir hat sich einiges verändert, manches zum Guten ( ich werde Mama :D ), manches zum Schlechten (ich habe die Ernährung schlimm schleifen lassen und habe wieder gut zugenommen).


Meine Frage: Gibt es hier jemanden, der sich mit Schwangerschaftsdiabetes auskennt???

Mein Test (OGGT 75g, schon in Schwangerschaftswoche 17 durchgeführt, wegen Gewicht (133kg) und Alter (36J.)) war nicht gut.
Werte: Nüchtern 102, nach 1h 167, nach 2 h 119.


Morgen habe ich einen Termin beim Diabetologen. Vermutlich bekomme ich eine Ernährungsberatung, wenns nicht hilft, meinte mein Frauenarzt, muss ich spritzen.
Ich habe angefangen im Internet herumzulesen, die üblichen Ernährungsempfehlungen beinhalten immer das heiß geliebte Vollkornbrot, die wunderbaren Vollkornnudeln und natürlich auch den fantastischen Vollkornreis.

Für mich liegt es aber nun recht nahe, mich wieder an LCHF zu orientieren... häufig habe ich aber gelesen, dass gerade in der Schwangerschaft nicht zu viel Fett gegessen werden soll. Ketose soll unbedingt vermieden werden. Bin gerade etwas ratlos, ob diese Anweisungen genauso ernst zu nehmen sind, wie bei der üblichen Ernährungsberatung, oder ob eben in der Schwangerschaft (insbesondere wenn die Werte schon nicht ok sind) tatsächlich etwas andere Regeln gelten.

In meinem Fall ist ja vor allem auch der Nüchternwert überhöht. Lässt dieser sich überhaupt durch Ernährung nennenswert beeinflussen, oder sorgt das ganze im Körper vorhandene Übergewicht für erhöhte Werte?

Weiß jemand Rat?

edea
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Re: Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon edea » 16. Juni 2016, 15:06

Mein Nüchternwert war IMMER zu hoch.
IMMER. Egal, wann ich das letzte Mal gegessen habe und egal was.
Nur meine Nach-Essenwerte habe ich in den Griff bekommen.
Allerdings nicht mit LCHF, sondern "nur" Low Carb.
Ich würde auch Low Carb empfehlen.
Da ich mich mit Ketose und Schwangerschaft nicht auskenne, kann ich eben nur zu Low Carb raten. MIR hat es geholfen. Ich habe nur Wasser zugelegt und ein kleines, leichtes Mädchen holen lassen.

Silly Lilly
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Re: Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon Silly Lilly » 16. Juni 2016, 16:56

Hallo Kruemel ,

schau doch mal unter - Ernaehrung fuer die ganze Familie - . Kathi hat damals ihre ganze Schwangerschaft protokoliert .
Schwangerschaft und LCHF

Glueckwunsch zur Schwangerschaft und alles Gute fuer euch !

LG

Lilly

Claudia24
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Re: Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon Claudia24 » 16. Juni 2016, 17:11

Hallo Krümel,

willkommen zurück! Ich hab dich hier sehr vermisst!

Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft! Wie weit bist du denn?

Zum Thema Schwangerschaftsdiabetes kann ich (zum Glück) gar nichts sagen, ich hatte bei allen vier Kindern nichts zu tun damit.

Drückerle, Claudia

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Ex-Krümelmonster
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Re: Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon Ex-Krümelmonster » 16. Juni 2016, 17:36

Ich bin aktuell in der 18. Woche. Lieben Gruß an dich, Claudia!

Danke für den Tipp, Kathis Bericht habe ich gelesen schon vor längerem gelesen, aber das passt alles nicht so wirklich zu meiner Situation...

Rainer
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Re: Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon Rainer » 16. Juni 2016, 20:37

Kathis Bericht habe ich gelesen schon vor längerem gelesen, aber das passt alles nicht so wirklich zu meiner Situation...
Hallo Krümelmonster,

Glückwunsch und alles Gute für dich und dein Baby. :smile:

Doch, doch. deine Situation ist nicht so sehr anders als bei Kathi. Auch sie hatte leicht erhöhte Nüchternwerte und ohne LCHF wäre ihr BZ auf jeden Fall auch nach den Mahlzeiten zu hoch gewesen.

Gegen den erhöhten Nüchtern-BZ musste Sie in der 2. SS-Hälfte Langzeitinsulin spritzen. Das hat sie am Anfang ganz schön gestresst, aber nach ein bisschen Übung ging es wohl ganz gut. Ich vermute mal, dass dir auch so etwas bevor steht, weil der NBZ zum Schutz des ungeborenen Babys unter 95, bei manchen Ärzten sogar unter 90 gehalten werden soll. Diabetestabletten sind in der SS nicht zugelassen, deshalb bleibt wirklich nichts anderes als Insulin übrig. Das klingt vielleicht erst mal brutal, es ist aber wirklich nicht besonders schlimm. Mit richtigen Spritzen haben die Insulinpens mit den microfeinen Nadeln nicht viel zu tun.

LCHF könnte dir dabei helfen, dass du nicht noch zusätzlich Kurzzeitinsulin für die Mahlzeiten benötigst. Außerdem könnte es dich davor bewahren, dass der BZ im Laufe der SS immer weiter ansteigt und dann wirklich problematisch wird. Du musst kein besonders strenges LCHF machen. obwohl das auch unproblematisch wäre, moderates LCHF und die Unterstützung mit dem Langzeitinsulin reichen vermutlich aus.

Wenn du dich zu LCHF entscheidest, wird dich Kathi bestimmt gerne unterstützen und ich stehe dir auch gerne zur Beantwortung deiner Fragen zur Verfügung - hier im Forum oder auch per PN, wenn dir das lieber ist.

LG Rainer
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Ex-Krümelmonster
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Re: Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon Ex-Krümelmonster » 17. Juni 2016, 05:53

Vielen Dank Rainer für deine ausführliche Antwort!!

Ich hatte jetzt noch mal die (ca) ersten 10 Seiten von Kathis Bericht gelesen und dachte ihre Ausgangslage ist ganz anders, da sie ja schon vorher Medikamente nehmen musste und auch generell (schon vor der Schwangerschaft) ganz heftige negative Auswirkungen auf ihren Körper gespürt hatte, wenn sie zu viel KHs (auch durch Obst) erwischt hatte...
Bei mir bemerke ich es ja immer nur auf der Waage ;-)

Ich lasse mich heute mal überraschen, was man mir beim Diabetologen sagt und werde mich ganz bestimmt noch mal an euch wenden...
Vorm Spritzen selbst hab ich keine Angst.... Es ist das Gefühl, durch die eigene Blödheit dem Kind zu schaden, das mich fast um den Verstand bringt...

Auf jeden Fall schon mal Danke für die Unterstützung!

Rainer
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Re: Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon Rainer » 17. Juni 2016, 06:25

Es ist das Gefühl, durch die eigene Blödheit dem Kind zu schaden, das mich fast um den Verstand bringt...
Hallo Krümelmonster,

das Gefühl brauchst du wirkich nicht zu haben, zumindest nicht wegen dem SS-Diabetes. Mit ein bisschen Umsicht kannst du den sehr gut im Griff behalten. Das hast du ja vor und wirst es ganz bestimmt auch schaffen.

Du brauchst dir übrigens nicht jedes mal Sorgen zu machen, wenn dein BZ über die Grenzen hinausgeht, solche Einzelereignisse sind nicht schlimm. Schlecht für das Baby wäre, wenn das haufig passiert oder wenn der BZ immer ein bisschen höher verläuft als normal. Das spielt übrigens auch erst in der 2. SS-Hälfte eine Rolle, wenn sich bei deinem Kind die BSD entwickelt. Wenn es dann mit Blut versorgt wird, in dem der BZ erhöht ist. dann steuert es mit seiner BSD dagegen und müsste laufend viel Insulin ausgeben. Das "laufend" oder "häufig" kann dann zu Problemen. wie z.B. verstärktem Wachstum, führen. Einzelereignisse simd für das Baby nichts Schlimmes, deshalb kannst du schön entspannt mit deinem SS-Diabetes umgehen. Hektik, Angst etwas falsch zu machen und Vorwürfe helfen dir dabei nicht - schieb sie beiseite.

LG Rainer
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Omega3
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Re: Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon Omega3 » 17. Juni 2016, 07:35

Liebes Krümelchen, ich freute mich total, von dir zu lesen, ausgerechnet an dem Tag, an dem ich mal wieder auf dem Weg nach Stuttgart zum Forenwochenende war. Gratulation zur Schwangerschaft und alles Gute für euch drei. Zum Schwangerschaftsdiabetis kann ich selber nichts sagen, aber das, was Rainer schreibt, klingt doch erstmal beruhigend. Ich hoffe, du lässt uns weiterhin wissen, wie es dir ergeht. Alles Liebe Eva

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Alma
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Re: Schwangerschaftsdiabetes

Beitragvon Alma » 17. Juni 2016, 09:44

Krüüüüüüüüüüüüüüüüüüümelchen,
schön,mal wieder von Dir zu lesen,
habe öfter mal an Dich gedacht.
Herzlichen Glückwunsch zu Deiner Schwangerschaft,ich wünsche Dir,dass Du diesen SSD in den Griff bekommst,damit Du die SS geniessen kannst. :ymhug: :ymhug: :ymhug: :ymhug: :ymhug:
Beginn Lchf-----97kg bei 1,60m
Abgenommen auf 70kg bis 2014
ab 2016 trotz Lchf wieder zugenommen auf 78kg
seit September 2017 wieder abgenommen.Aktuell 69,4 kg


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