OMAD

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Anne
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Re: OMAD

Beitragvon Anne » 7. März 2018, 12:29

Wenn man nach 4 Stunden Essenspause wieder die naechste Mahlzeit isst , ist der Koerper ja noch dabei die vorherige Mahlzeit zu verdauern . Das Insulin ist noch aktiv und verhindert die Fettverbrennung . Wenn das Insulin da ist kann das Glukagon nicht arbeiten und das Hormon ist wichtig fuer die Fettverbrennung .
Bezieht sich deine Angabe auf Untersuchungen bei normaler Mischkost, oder auf Untersuchungen, die auf Keto/LCHF basieren?

Bisher war mein Wissenstand der, dass unter Keto der BZ-Spiegel äußerst niedrig bleibt. Ergo auch nicht so viel Insulin benötigt wird, um eben diesen BZ abzutransportieren. Mit dem geringeren Bedarf erholt sich auch die Bauspeicheldrüse und damit eine Insulinresistenz, sofern kein Diabetes vorliegt.

Unterkalorisch muss man zum Abnehmen bleiben, auch bei LCHF.
Nein, das kann man so absolut nicht sagen. Gerade in der Anfangszeit war ich nicht im Kaloriendefizit (allein schon durch 3x tgl Kaffee mit Kokosöl), sondern auch gerne mal über meinem Bedarf. Dennoch habe ich sehr schnell sehr viel Gewicht verloren.

Aber für den Ein oder Anderen kann es noch einmal eine Chance sein, da anzusetzen wo LCHF allein nicht hilft.
Nicht jeder nimmt nicht ab, weil er so undiszipliniert ist.
Da gebe ich dir recht. Dass jemand nicht abnimmt, kann viele verschiedene Gründe haben. Übrigens auch Gründe jenseits von Cortisol und Insulin. Da gibt es zig Ansätze, über die man einzeln nachdenken, sie für sich ausschließen oder auch verändern kann. Nur mal so als ein paar Stichworte:
Nachbauten,
Alkohol,
Zuckerersatz inkl. Light-Getränke, Schokolade und Co,
Milchprodukte,
Bewegung,
Schlaf,
Hormone,
usw usw


Wenn der Hype um OMAD dazu führt (und diese Sorge habe ich, deshalb schreibe ich überhaupt hier), dass wir uns nur noch darüber Gedanken machen WANN wir essen, statt darüber, WAS wir essen - dann hat das aus meiner Sicht nicht mehr viel mit LCHF zu tun.
-53 kg, mehr auf meinem Blog: www.volle-kanne-gesund.de

Die unter www.LCHF.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.

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Claudchen
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Re: OMAD

Beitragvon Claudchen » 7. März 2018, 12:37


Die Mutti sagt ich soll mehr schreiben !!! O:-)

Ich glaube nur Rio macht OMAD täglich.

Ich mache OMAD seit gut 18Monaten täglich.......von weniger als 10 Ausnahmen in der Zeit abgesehen. ;)

Allerdings nutze ich ich für die 1 große Mahlzeit ein Essensfenster von etwa 2-3h - ich zelebriere und genieße sie.
Ansonsten schaffe ich es auch nicht,, oder nur mit Magenkneifen, die essentiellen Nähr- und Vitalstoffe bei kontinuirlichem OMAD zu mir zu nehmen. :!:
Meine OMAD-Version ist also eher ein tägliches IF in der Form von 21/3.

Eine wie auch immer geartete, seit langem bestehende Essstörung weise ich aber sicherlich nicht von mir ......für die über 55Kilo mehr habe ich immer noch keine rationale Erklärung.
Vielleicht begründet in meinem, seit der Pubertät undiagnostizierten Lipödem und den vielen gescheiterten Versuchen mittels Diäten mein äußeres Bild dem Mainstream anzugleichen.
Vieles liegt durch Scham und Verdrängung aber irgendwie im Nebel ....... :-?

Fakt ist :
Durch LCHF und meine Art zu Essen habe ich die Kontrolle über mein Leben zurückbekommen, sehr viel Gewicht verloren und maximale Lebensfreude als Bonus erhalten.
-58

127 kg → 69 kg → 66 kg
Jan '16 → Aktuell → Ziel

Silly Lilly
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Re: OMAD

Beitragvon Silly Lilly » 7. März 2018, 13:04

Anne ,
Bezieht sich deine Angabe auf Untersuchungen bei normaler Mischkost, oder auf Untersuchungen, die auf Keto/LCHF basieren?Bisher war mein Wissenstand der, dass unter Keto der BZ-Spiegel äußerst niedrig bleibt. Ergo auch nicht so viel Insulin benötigt wird, um eben diesen BZ abzutransportieren. Mit dem geringeren Bedarf erholt sich auch die Bauspeicheldrüse und damit eine Insulinresistenz, sofern kein Diabetes vorliegt.
Die Frage kannst du dir mit Sicherheit selbst beantworten . Ich kann nur immer wieder betonen . LCHF hat meinen Diabetes unter Kontrolle gebracht , Ich werde, bis ich ins Gras beisse bei dieser Ernaehrung bleiben . Es geht bei mir nicht mehr um meinen Diabetes , mir geht es um die Fettverbrennung .
Warum sich bei mir ueber die letzten Jahre 10 kg angehaeuft haben , kann ich dir auch nicht beantworten , vielleicht das Alter , mein Unfall im letzten Jahr , Frustation , mit dem Sport uebertrieben , nach dem Sport zuviel gegessen usw .
Alle Versuche diese paar Kilos loszuwerden sind fehlgeschlagen .
Mit dem Fasten habe ich in wenigen Wochen ueber 6 Kilos abgenommen . Gestern und heute esse ich drei Mahlzeiten , natuerlich , LCHF .
Ich habe so viele Vorteile davon und je mehr ich darueber lese , je mehr moechte ich ausprobieren .
Du brauchst keine Sorge haben , man hoert nicht mit dem Essen auf , man achtet jetzt noch viel mehr was man isst . Denn das Essen nach dem Fasten ist noch wichtiger als das Fasten selber . Auf FB bin ich in der Fasting Gruppe und nun auch in der "Feast "Gruppe . Hier wird diskutiert was man nach dem Fasten isst . Auch hier findest du Leute , die in meinen Augen durchgeknallt sind . Die Mehrheit jedoch geht sehr sorgfaelltig damit um . Der Vorteil beim Fasten ist , du kannst jederzeit abbrechen und sofort eine Kleinigkeit essen und schon bist du wieder " Normal "

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datBea
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Re: OMAD

Beitragvon datBea » 7. März 2018, 13:16

Da gebe ich dir recht. Dass jemand nicht abnimmt, kann viele verschiedene Gründe haben. Übrigens auch Gründe jenseits von Cortisol und Insulin. Da gibt es zig Ansätze, über die man einzeln nachdenken, sie für sich ausschließen oder auch verändern kann. Nur mal so als ein paar Stichworte:
Nachbauten,
Alkohol,
Zuckerersatz inkl. Light-Getränke, Schokolade und Co,
Sorry aber zählen für mich zum Großteil als nicht - lchf, das Gleiche gilt für die meisten Nachbauten
Milchprodukte,
Bewegung,
Schlaf,
Hormone,
usw usw


ja eben. Wenn Kurzfasten (ich sag mal bewusst nicht OMAD, da muss ja jeder für sich selbst herausfinden, was und ob ihm das guttut) da einen Ansatz bietet um zu helfen, seh ich das nicht als Übel, denn


Wenn der Hype um OMAD dazu führt (und diese Sorge habe ich, deshalb schreibe ich überhaupt hier), dass wir uns nur noch darüber Gedanken machen WANN wir essen, statt darüber, WAS wir essen - dann hat das aus meiner Sicht nicht mehr viel mit LCHF zu tun.
vielleicht hab ich jetzt in der Eile was überlesen aber wenn ich das richtig verstanden habe essen die überwiegend Meisten dann wenn sie essen LCHF - so what? War ja lange weg und bin von daher garantiert nicht auf dem Stand aber es hat hier schon immer mal wieder Bewegungen gegeben (Whole 30, NEM ohne Ende, ganz ohne Mipros, um nur ein paar Beispiele zu nennen), wo ich gedacht hab "Nanu?", wo plötzlich viele ausprobierten auf Teufel komm raus, ob es zu ihnen passt oder nicht.

Ich seh also die Gefahr nicht? Wir sind hier in einem Thread von vielen, es wird doch nicht plötzlich als Forengrundsatz oben festgepinnt?
Zuletzt geändert von datBea am 7. März 2018, 13:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Tapps
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Re: OMAD

Beitragvon Tapps » 7. März 2018, 13:25

Wenn der Hype um OMAD dazu führt (und diese Sorge habe ich, deshalb schreibe ich überhaupt hier), dass wir uns nur noch darüber Gedanken machen WANN wir essen, statt darüber, WAS wir essen - dann hat das aus meiner Sicht nicht mehr viel mit LCHF zu tun.
Es geht hier doch nicht um ein Entweder-Oder beim Fasten. Wenn ich esse, dann LCHF.
Ich habe 2 von 7 Tagen, an denen ich das Essen hinauszögere. Und gut.

Schön, dass du kein Defizit brauchtest um abzunehmen, bei mir hat das nicht geklappt.
Ich achte derzeit nur aufs Eiweiß, KH sind Routine und Fett ist reichlich dabei. Kalorien
zähle ich nicht.
Ich mache OMAD seit gut 18Monaten täglich.......von weniger als 10 Ausnahmen in der Zeit abgesehen. ;)
Sorry, wusste ich nicht! Übrigens kenne ich auch jemanden, der nur abends futtert, der ist
schlank und hat keine Essstörung. ;)

Ich denke auch, dass Fasten viel Potential birgt und es auch zum Leben dazu gehört, also nichts
Gefährliches ist. Hier fastet ja niemand monatelang und wie Lilly schon schrieb, man kann jeder-
zeit aufhören.

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Rubinchen
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Re: OMAD

Beitragvon Rubinchen » 7. März 2018, 13:40


Die Mutti sagt ich soll mehr schreiben !!! O:-)

Ich glaube nur Rio macht OMAD täglich.

Ich mache OMAD seit gut 18Monaten täglich.......
Ich mache OMAD (ohne Vorsatz!!!) seit Jahrzehnten täglich - abgesehen von den Phasen meiner Abnehmversuche, in denen ich mich dazu gezwungen habe, brav drei Mahlzeiten (manchmal sogar mehrere) zu essen, weil ich die diversen Mythen dazu geglaubt habe (wie in meinem Eingangspost in diesem thread näher ausgeführt). Ich habe also mit nur einer Mahlzeit am Tag in der Vergangenheit sowohl problemlos sehr viel zugenommen, wie auch wieder abgenommen...

Deshalb bin ICH der Meinung, dass es vollkommen egal ist, WANN wir essen, sondern dass es in allererster Linie darauf ankommt, WAS - und natürlich auch wieviel - wir essen! Wobei ich den Gedanken der Autophagie bei OMAD sehr interessant finde (dieser Aspekt war mir neu) und dem viel positives abgewinnen kann, aber darum geht es hier ja nicht primär.
Start 05/16 mit 98kg bei 1,68m
Ziel - 58kg - erreicht 01/18
Gesamtabnahme: 40kg


2018 durch rückblickend unnötige Experimente wieder auf 69kg zugenommen.

Seit November 2018 wieder zuckerfrei!
Gewicht im Februar 2019: 65kg
Juli 2019: 61kg

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Shenana
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Re: OMAD

Beitragvon Shenana » 7. März 2018, 13:47

Ich kann Annes Einwand nachvollziehen.

Ich mache seit Jahren :-? IF 16/8 (mit einem individuellen Zeitfenster) - aber auch nicht sklavisch. Wenn ich mal Hunger haben sollte, esse ich auch morgens mal eine Kleinigkeit - aber in der Regel erst so ab 12/13.00 Uhr. Das mal nur so nebenbei... .

Ich kann es auch nachvollziehen, dass man Gewichtsplateaus (die seit längerer Zeit bestehen) schnellstens aktivieren
möchte. Mir stellt sich aber die Frage: was passiert wenn man wieder "normal" isst im Rahmen von LCHF (2-3 Mahlzeiten)
... oder bleibt man ein lebenlang bei OMAD - oder spielt sich der Stoffwechsel nach einer OMAD-Periode so ein, dass man
das Gewicht halten kann... :-?

Ich spreche hier jetzt nicht für die Ausnahmen, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen OMAD machen und die damit
umgehen können und denen es damit gutgeht. Sondern es geht mir die um den Großteil der Forenmitglieder.

Wenn meine Frage bereits irgendwo beantwortet wurde, möchte ich ich mich für mein Geschreibsel entschuldigen
tauche wieder in die Versenkung ab.. .

LG shenana

PS: ich finde den Thread übrigens sehr spannend :YMAPPLAUSE:

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datBea
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Re: OMAD

Beitragvon datBea » 7. März 2018, 14:04


Ich mache seit Jahren :-? IF 16/8 (mit einem individuellen Zeitfenster) - aber auch nicht sklavisch. Wenn ich mal Hunger haben sollte, esse ich auch morgens mal eine Kleinigkeit - aber in der Regel erst so ab 12/13.00 Uhr. Das mal nur so nebenbei... .
So wie ich das verstanden hab, soll es doch so auch sein. Nicht sklavisch. Ich hab heute auch gespätstückt und werde wohl heute abend erst wieder essen.

Und für mein Verständnis: sinkt der Insulinspiegel, kann man abnehmen. Hat man abgenommen, ist der Insulinspiegel (nicht der Ausstoß) ja nicht mehr zu hoch, die Resistenz sinkt, damit sollte der Ausstoß unter lchf nicht zu einem erneuten Aufschaukeln führen, also solltest du auch bei drei Mahlzeiten nicht zunehmen. Man ist ja in den seltensten Fällen unter lchf übergewichtig geworden :)

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anemone24
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Re: OMAD

Beitragvon anemone24 » 7. März 2018, 14:24

Dass ich euch bewundere, sollte eine Compliment sein nicht mehr und
nicht weniger.

anemone

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datBea
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Re: OMAD

Beitragvon datBea » 7. März 2018, 14:59

Dass ich euch bewundere, sollte eine Compliment sein nicht mehr und
nicht weniger.

anemone
Das hatt ich auch so verstanden :)


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