Neurodermitis

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Nettepopette
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Neurodermitis

Beitragvon Nettepopette » 17. Januar 2017, 22:58

Hallo Ihr Lieben,

Ich bin ja jetzt schon seit einiger Zeit überzeugt und immerhin auch einigermaßen erfolgreich von und mit LCHF.
Vor einigen Wochen hatte ich sogar meinen Mann überreden können mitzumachen. Hintergrund: er hat seit 5 Jahren sehr ausgeprägte Neurodermitis und schon diverse Nahrungsumstellungen hinter sich - ohne merkliches Ergebnis. Seit einiger Zeit macht er sogar bei einer Studie mit, die aber derzeit auch nur semi-erfolgreich verläuft. Dort bekommt er ein neues Medikament gespritzt.

Nun hat seine Ärztin (eine andere, nicht die Studienbegleiterin) ihm aber vom Verzicht auf KH abgeraten mit der Begründung, er brauche die KH für die "Serotonin-Produktion". Klinkt meiner Meinung nach recht abstrus. Meine Frage in die Runde ist: Habt Ihr Erfahrungen mit LCHF und Neurodermitis? Oder gab es hier schon mal Forenteilnehmer?

Herzlichen Dank! :ymhug:
Liebe Grüße
Nettepopette


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Kräutergeist
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Re: Neurodermitis

Beitragvon Kräutergeist » 18. Januar 2017, 09:40

Ich kann mal mein Brüderchen fragen, ob der was gemerkt hat zwecks LCHF und Neuro.
Hat der ja auch so, bei ihm kommen da aber noch verschiedene Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu. Ich denke daher schon, dass bestimmte Lebensmittel das triggern können. Muss aber auch sagen: Bei ihm ist es als er drei Jahre alt war durch eine Kur fast komplett weggegangen.

Mir und meiner Psoriasis geht's damit aber ganz gut. Habe keine Gelenkschmerzen mehr.
Für die Haut musste ich aber dann doch mal zum Doc. Aber auch hier: Bestimmte Lebensmittel triggern das, genau wie Stress auch.
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KungFuPanda
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Re: Neurodermitis

Beitragvon KungFuPanda » 18. Januar 2017, 09:57

ich bin ziemlich sicher, dass die Skepsis der Ärztin bzgl. der Serotoninproduktion zwar wissenschaftlich nachvollziehbar ist, aber keinen Hinderungsgrund darstellen muss, zumal ketogene Ernährung auch "fröhlich macht", erst recht, wenn dadurch Symptome verloren gehen. Blutzuckerschwankungen machen nämlich das Gegenteil! Bis hin zu Depressivität, Angst, Panik bei Unterzucker Überzucker etc.
Ich kenne sehr gut dieses Äußerungen von Ärzten, die entweder vermeiden wollen, dass ihnen etwas vorgeworfen wird oder die ihr eigenes Essverhalten in Frage stellen müssten, wenn sie einem solchen Ansinnen eines aufgeklärten Patienten offen begegnen würden! :)

Bzgl. der Neurodermitis würde ich überlegen, evtl. eine histaminarme Ernährung zu versuchen. Das schließt LCHF nicht aus. Es ist zwar wesentlich einfacher, LCHF zu essen, wenn man alles verträgt, aber wenn die Neurodermitis vielleicht durch Unverträglichkeiten getriggert wird, wäre es evtl. einen Versuch wert.

Neurodermitis kann aber auch durch Gluten oder Allergien gepusht werden.
Vielleicht gibt es eine Überraschung, wenn plötzlich gute Fette kommen und Gluten wegfällt.
Nur so als Ideen / Ansatzmöglichkeiten.

Natürlich verstehe ich, dass es sehr viel angenehmer wäre, wenn die Ärztin auch mit dahinterstehen würde; und wenn es "nicht klappt", dann schlaue Sprüche zu kriegen. Wobei das "Klappen oder nicht Klappen" immer sehr differenziert zu interpretieren wäre, also es ist nicht immer ganz einfach, Unverträglichkeiten oder Allergien zu identifizieren. Aber die Zusammenhänge zu allen möglichen allergischen (Haut-)Symptomen ist ja bekannt.

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Nettepopette
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Re: Neurodermitis

Beitragvon Nettepopette » 18. Januar 2017, 14:19

ich bin ziemlich sicher, dass die Skepsis der Ärztin bzgl. der Serotoninproduktion zwar wissenschaftlich nachvollziehbar ist, aber keinen Hinderungsgrund darstellen muss, zumal ketogene Ernährung auch "fröhlich macht", erst recht, wenn dadurch Symptome verloren gehen. Blutzuckerschwankungen machen nämlich das Gegenteil! Bis hin zu Depressivität, Angst, Panik bei Unterzucker Überzucker etc.

@KungFuPanda und @Kreutergeist , Ich danke Euch für Eure Antworten und Vorschläge. Was das Serotonin angeht, glaube ich, dass die Ärztin eher darauf bedacht war, die Schlafstörungen, die mit der Neurodernmitis einhergehen, nicht noch weiter zu fördern. Denn Serotonin beeinflusst ja den Tag-/Nacht-Rythmus mit.

Andersetis reicht ja vielleicht schon 85%ige Schokolade zum Serotonin-Haushalt-Abdecken.
Neurodermitis kann aber auch durch Gluten oder Allergien gepusht werden.
Vielleicht gibt es eine Überraschung, wenn plötzlich gute Fette kommen und Gluten wegfällt.
Allergien liegen auch bei meinem Mann vor. die Allergietests der letzten Jahre haben aber auch ergeben, dass die Allergien "hüpfen". Mal ist er gegen Staub exorbtant allergisch, - die Werte sprengten Teilweise jegliche Tabelle - mal gegen Hefe, mal gegen Knoblauch ... Glutenfrei haben wir es auch schon probiert.
Mir und meiner Psoriasis geht's damit aber ganz gut. Habe keine Gelenkschmerzen mehr.
Für die Haut musste ich aber dann doch mal zum Doc. Aber auch hier: Bestimmte Lebensmittel triggern das, genau wie Stress auch.
Stress ist so eine Sache: Um den abzubauen müsste "Mann" erst mal in der Lage sein, seine Gefühle / Emotionen wahrzunehmen, also in sich reinfühlen zu können. Aber ganz sicher spielt das mit rein.

Ich glaube auch, dass verschiedene Lebensmittel triggern, und sich eine KH-arme Kost entzündungshemmend auswirken kann und würde es gern mit ihm zusammen wieder probieren. Wenn ich meine Annahme aber durch Erfahrungwerte untermauern könnte, wäre das sicher hilfreich.

Andere Möglichkeit: ich studiere mal eben Medizin :D , denn so sehr ich mir den Mund fusselig rede: Sobald ein Doc. kommt und etwas sagt, sind meine mühsam zusammengetragenen Recherchen wieder hinfällig. 8-|
Liebe Grüße
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Kräutergeist
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Re: Neurodermitis

Beitragvon Kräutergeist » 18. Januar 2017, 15:30

Auf eine Empfehlung von Lisahörnchen lese ich grade "die Paläo-Therapie."
Da geht es um Autoimmunerkranungen, wie sie entstehen (Genetik, Umwelteinflüsse, Ernährung) und wie man sie beeinflussen kann. Ob es war bringt bei Hautsachen, das kann ich noch nicht sagen - bin noch nicht ansatzweise durch mit dem Wälzer. Aber bei Darmsachen scheint es ja zu helfen, da hat das Hörnchen da Erfahrungen mit.

Hier eine Warunung:
Das Buch ist echt groß! Es wiegt fast 2 kg und ist wirklich umfangreich.
Dafür kann man alles so intensiv nachlesen wie man will. Entweder alles bis ins Detail oder von jedem Kapitel nur die Zusammenfassung. Vielleicht wäre das noch was, ein paar Infos sammeln, etwas schlau lesen.
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Nettepopette
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Re: Neurodermitis

Beitragvon Nettepopette » 18. Januar 2017, 15:48

Auf eine Empfehlung von Lisahörnchen lese ich grade "die Paläo-Therapie."
Fein! Danke für den heißen Tipp - auch an @lisahörnchen. :-D
Liebe Grüße
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Rubin
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Re: Neurodermitis

Beitragvon Rubin » 29. Juni 2017, 23:18

Ich klinke mich mal ein in die Diskussion. Ich habe Neurodermitis - zum Glück nicht am ganzen Körper. Mein Hautbild hat such durch lchf deutlich verbessert. Langsam aber stetig. Meine Ellenbogen sind nicht mehr wund. Meine Kopfhaut- seit über 10 Jahren eine Katastrophe hat fast keine wunden oder dick schorfigen Stellen mehr.
Ich habe die Ernährung wegen des Gewichtes umgestellt und bessere Haut bekommen.
Abnehmblockaden beseitigen :-BD
Unter 90kg :-BD
Unter 85kg
Unter 80kg
Ziel 75kg?

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Re: Neurodermitis

Beitragvon Kräutergeist » 30. Juni 2017, 06:31

Ja, das gleiche kann ich bei meinem Bruder auch beobachten. Immer wenn er es mal schleifen lässt, kommt es wieder zum Vorschein. Dabei hat er ja noch Glück, dass es bei ihm seit Jahren nicht besonders schlimm ist.
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Re: Neurodermitis

Beitragvon Duftrausch » 30. Juni 2017, 08:45

Bei uns -meinen Töchtern und mir- zeigt sich die Neurodermitis eindeutig als Entgiftungsproblematik und der Darm spielt eine Rolle. Die Mädchen vertragen außerdem keine Milchprodukte. Meine Jüngste hatte es am stärksten. Ihr half gut Rotationsdiät und Kanne's Brottrunk (ja, sie hat ihn getrunken, sogar gerne. Ich habe mit einer ganz starken Verdünnung angefangen und dann immer weniger Wasser/Saft dazu). Insofern hilft sicher auch eine kh-arme Ernährung, wenn man denn dann mehr Gemüse isst als vorher- also schön viel Futter für die Darmbakterien.
Zur Unterstützung der Entgiftung trinken wir Cistrosentee. Seine Wirkung bei Neurodermitis ist ganz gut untersucht. Gab u.a. eine kleine Studie mit austherapierten Kindern mit guten Erfolgen, bis hin zum kompletten Abheilen.
-30

Rubin
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Re: Neurodermitis

Beitragvon Rubin » 2. Juli 2017, 08:48

Bei uns -meinen Töchtern und mir- zeigt sich die Neurodermitis eindeutig als Entgiftungsproblematik und der Darm spielt eine Rolle. Die Mädchen vertragen außerdem keine Milchprodukte. Meine Jüngste hatte es am stärksten. Ihr half gut Rotationsdiät und Kanne's Brottrunk (ja, sie hat ihn getrunken, sogar gerne. Ich habe mit einer ganz starken Verdünnung angefangen und dann immer weniger Wasser/Saft dazu). Insofern hilft sicher auch eine kh-arme Ernährung, wenn man denn dann mehr Gemüse isst als vorher- also schön viel Futter für die Darmbakterien.
Zur Unterstützung der Entgiftung trinken wir Cistrosentee. Seine Wirkung bei Neurodermitis ist ganz gut untersucht. Gab u.a. eine kleine Studie mit austherapierten Kindern mit guten Erfolgen, bis hin zum kompletten Abheilen.

Das mit dem Cistrosentee wusste ich noch nicht. Wäre ein Versuch wert.
Wo bekommt man den? Apotheke? Reformhaus? Und wie oft trinkt ihr den?
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