Woher kommen die Kalorien in Alkohol?

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sola
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Re: Woher kommen die Kalorien in Alkohol?

Beitragvon sola » 1. März 2014, 14:23

Also bei mir kann ich definitiv ausschließen, dass ich nach 2 Gläsern Wein unterzuckere. DEFINITIV :p

Ich vertrage allerdings deutlich weniger Alkohol als früher. ;)
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Pinselchen79
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Re: Woher kommen die Kalorien in Alkohol?

Beitragvon Pinselchen79 » 1. März 2014, 14:36

Ich unterzuckere auch nicht so schnell *hust*
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Mandalay
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Re: Woher kommen die Kalorien in Alkohol?

Beitragvon Mandalay » 1. März 2014, 15:27

Ja, wie gesagt, ich schließe nicht aus, dass die Leber sich daran gewöhnt und es irgendwie schafft den Blutzucker trotz Alkohol zu stabilisieren. Ich denke nur grade am Anfang und wenn man noch nie unter Ketose Alkohol getrunken hat, sollte man vorsichtig sein. Eine andere Erklärung wäre, dass der Alk einen aber die Symptome weniger spüren lässt. Als ich so unterzuckert war ging es mir bei weitem nicht so schlecht wie sonst schon bei weniger niedrigem BZ (wenn ich mal wieder zu lange vergessen hab was zu essen vor LCHF), ich hab mich einfach nur so unendlich müde gefühlt ;-)
Mich ärgert ein bisschen, das mir das vorher niemand gesagt hat bzw. habe ich von vielen Seiten gehört, das man Alkohol nicht mehr so gut verträgt wie vorher oder dadurch aus der Ketose geflogen sei (was auch Quatsch ist), aber eben nichts über die Hintergründe und Risiken.

Habt ihr denn einen Verlauf bemerken können (am Anfang schlechter, dann besser)? Kampftrinken muss nicht mehr sein, aber mal feiern gehen sollte irgendwie schon drin sein, darauf mag ich nicht verzichten.

Silly Lilly
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Re: Woher kommen die Kalorien in Alkohol?

Beitragvon Silly Lilly » 1. März 2014, 16:28

Es sollte eigentlich moeglich sein fuer jemanden , der nicht abnehmen will mal ab und zu etwas Alkohol zu trinken . Anscheinend reagierst du empfindlich auf diesem Gebiet . Dann wuerde ich dir raten die Finger vom Hochprozentrigen zu lassen und immer ein paar Dextro Bonbons in der Tasche zu haben , fallst du denn mal in diese Situation geraets .
Ich trinke sehr wenig und es ist mir noch nie passiert , dass ich unterzuckert habe bei Alkoholgenuss auch vor LCHF habe ich meistens unterzuckert bei zuviel Insulin , zuwenig essen oder koerperlicher Anstrennung . Aber ich bin Typ 1 , da erwartet man das .

Pass auf dich auf

LG
Lilly

D_Sky
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Re: Woher kommen die Kalorien in Alkohol?

Beitragvon D_Sky » 3. März 2014, 09:37

Guten Morgen,

kleine Rückmeldung ;)

Ihr hattet natürlich Recht aber ich war ja vorgewarnt.

Nach ca. einer halben Stunde hatte ich ein komisches Gefühl im Magen und fühlte mich auch etwas berauscht. Hatte ich definitiv noch nie nach einem nomal gefüllten Tamper (ca. 1,5 Oz) mit Single Malt.

Habe dann vom Obst meiner Tochter mir eine Hand voll Weintrauben gewaschen und gegessen. Dann war alles wieder gut :mrgreen: War übrigens ein 18 Jahre alter Glenlivet und er war saulecker.

In 2 Wochen gibts wieder nen Glas :)

Gruss
D_Sky

Rose68
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Re: Woher kommen die Kalorien in Alkohol?

Beitragvon Rose68 » 3. März 2014, 16:05

Seit ich LCHF mache und überwiegend in ketose bin, vertrage ich Alkohol wesenlich schlechter als frührer.

Ich habe für mich erkannt, dass täglich 2 Gläser Rot/oder Weißwein keine negative Auswirkung auf mein Wohlbefinden haben.

Wirds allerdings mehr, liege ich nachts mit Herzrasen hellwach im Bett.

Naja, Alk ist eben ein Zellgift.

:shock: :shock:

Rainer
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Re: Woher kommen die Kalorien in Alkohol?

Beitragvon Rainer » 3. März 2014, 16:27

Mich ärgert ein bisschen, das mir das vorher niemand gesagt hat.
Habt ihr denn einen Verlauf bemerken können (am Anfang schlechter, dann besser)? Kampftrinken muss nicht mehr sein, aber mal feiern gehen sollte irgendwie schon drin sein, darauf mag ich nicht verzichten.
Hallo Mandala,

du brauchst dich nicht weiter zu ärgern, an deiner Befürchtung ist nichts dran. Dir und allen die jetzt vielleicht auch Angst bekommen haben, kann ich - E n t w a r n u n g - geben. Die Gefahr von gefährlichen Unterzuckerungen durch viel Alkohol besteht nicht bei Leuten, die sich KH-reich ernähren und sie besteht noch weniger, wenn du dich ketogen ernährst.

Spielen wir zunächst mal deine Überlgungen für KH-reich ernährte Leute durch. Wie du richtig gesagt hast, ist nach Genuss von viel Alkohol die Leber eine ganze Weile damit beschäftigt, den Alkohol abzubauen. Während dieser Zeit ist die Glukoneogenese gebremst und es kann zu niedrigem BZ kommen. Bei niedrigem BZ kann einem schon mal schummrig werden und das Herz ein bisschen mehr rasen, das kennt man ja von einem Kater. Aber viel mehr kann mit dem etwas niedrigerem BZ nicht passieren. Wenn man nach zu viel Alkohol ins Koma fällt, dann ist das nicht wegen gefährlichen Hypoglykämien, sondern wegen einer Alkoholvergiftung.

Wenn wir uns das jetzt für jemanden ansehen, der in Ketose ist, dann ergeben sich bezogen auf den Alkoholabbau nicht viele Unterschiede. Die Glycogenspeicher der Leber sind vor dem Alkoholgenuss genauso wie bei nichtketogener Ernährung ordentlich gefüllt. Nicht gefüllt sind die Glycogenspeicher der Muskeln, was aber keine Auswirkungen hat, weil diese Reserven sowieso nicht zur Energieversorgung des Gehirns genutzt werden könnten. Ein großer Unterschied besteht in der Menge an Glukose, die zur Energieversorgung des Gehirns benötigt wird. In Ketose wird die zu 80% mit Ketonkörpern sichergestellt, der Glukosebedarf sinkt ungefähr auf 20%. Wenn schon bei dem hohen Glukosebedarf ohne Ketose keine gefährlichen Hypoglykämien auftreten, dann werden sie bei dem stark reduzierten Glukosebedarf in Ketose erst recht nicht vorkommen.

Ich hoffe, dass ich deine Bedenken zerstreuen konnte und du bei entsprechenden Gegebenheiten deine alkoholischen Getränke wieder ohne Furcht genießen kannst. Dass du wahrscheinlich in Ketose weniger alkoholische Getränke veträgst und du schneller einen Kater bekommst, ist ein anderes Problem und liegt auch mehr an den KH. Das führt aber nur dazu, dass du dich mehr oder weniger schlecht fühlst - gefährlich ist das nicht.

LG Rainer
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Mandalay
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Re: Woher kommen die Kalorien in Alkohol?

Beitragvon Mandalay » 3. März 2014, 17:30

Spielen wir zunächst mal deine Überlgungen für KH-reich ernährte Leute durch. Wie du richtig gesagt hast, ist nach Genuss von viel Alkohol die Leber eine ganze Weile damit beschäftigt, den Alkohol abzubauen. Während dieser Zeit ist die Glukoneogenese gebremst und es kann zu niedrigem BZ kommen. Bei niedrigem BZ kann einem schon mal schummrig werden und das Herz ein bisschen mehr rasen, das kennt man ja von einem Kater. Aber viel mehr kann mit dem etwas niedrigerem BZ nicht passieren. Wenn man nach zu viel Alkohol ins Koma fällt, dann ist das nicht wegen gefährlichen Hypoglykämien, sondern wegen einer Alkoholvergiftung.

Wenn wir uns das jetzt für jemanden ansehen, der in Ketose ist, dann ergeben sich bezogen auf den Alkoholabbau nicht viele Unterschiede. Die Glycogenspeicher der Leber sind vor dem Alkoholgenuss genauso wie bei nichtketogener Ernährung ordentlich gefüllt. Nicht gefüllt sind die Glycogenspeicher der Muskeln, was aber keine Auswirkungen hat, weil diese Reserven sowieso nicht zur Energieversorgung des Gehirns genutzt werden könnten. Ein großer Unterschied besteht in der Menge an Glukose, die zur Energieversorgung des Gehirns benötigt wird. In Ketose wird die zu 80% mit Ketonkörpern sichergestellt, der Glukosebedarf sinkt ungefähr auf 20%. Wenn schon bei dem hohen Glukosebedarf ohne Ketose keine gefährlichen Hypoglykämien auftreten, dann werden sie bei dem stark reduzierten Glukosebedarf in Ketose erst recht nicht vorkommen.
Ich bin ein bisschen skeptisch, was deine Argumentation angeht. Ich kenn mich zwar nur rudimentär mit Stoffwechselprozessen aus, aber vertraue meinem Arzt.
Meine Argumentation basiert ja nicht darauf, dass die Prozesse in der Leber in Ketose anders sind, sondern auf der Zuführung von schnell verfügbaren KHs wenn man diese eben isst, die ohne Umweg über die Leber den BZ stabilisieren. Aber soweit ich weißt ist während des Alkoholabbaus nicht nur die Glukoneogenese starkverzögert sondern auch alle anderen Stoffwechselprozesse unteranderem auch die Synthese von Ketonkörpern = keine Energie für dein Gehirn, weder aus Glucose noch aus Ketonkörpern. Zudem ist es ja glaube ich auch so, dass die Leber selbst Glucose braucht um zu funktionieren (=Ketose), weshalb der BZ ja auch in Ketose weiterhin im Normalbereich bleibt. Wenn ich mich da irre, erklär mir bitte warum. Mir ist das wichtig das zu verstehen :-)

Rainer
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Re: Woher kommen die Kalorien in Alkohol?

Beitragvon Rainer » 7. März 2014, 11:31

Ich bin ein bisschen skeptisch, was deine Argumentation angeht. Ich kenn mich zwar nur rudimentär mit Stoffwechselprozessen aus, aber vertraue meinem Arzt.
Hallo Mandalay,

wenn du auf die Ärzte hörst, dann dürftest du dich in unserem LCHF-Forum nicht einmal umsehen, weil die Mehrheit der Ärzte das schon für extrem gesundheitsgefährdend hält. Mag sein, dass dein bekannte oder verwandter Arzt nicht ganz so rückschrittlich ist. Auf keinen Fall gehört er zu der Handvoll von Ärzten hier in Deutschland, die bereits ausreichende praktische Erfahrungen mit ketogenen Ernährung gesammelt haben. Insofern ist alles, was dein Arzt dir sagt unter dem Gesichtspunkt "Das könnte praktisch so laufen, vielleicht ist es aber auch ganz anders." zu betrachten.

Deinen Einwand kann man allerdings auch mit wenigen Grundkenntnissen über den Stoffwechsel und entsprechenden logischen Überlegungen entkräften. Du befürchtest, dass die Leber beim Abbau des Alkohols so beschäftigt ist, dass auch die Ketonkörperproduktion gehemmt wird oder sogar ganz ausfällt. Wenn das wirklich so sein sollte, dann fällt lediglich etwas weg, was ich in meinen ersten Erläuterunge als möglichen Vorteil der ketogenen Ernährung beim Alkoholabbau angeführt habe. Falls der tatsächlich wegfällt, dann entsteht immer noch kein Nachteil gegenüber der KH-reichen Ernährung, weil selbstverständlich die Nutzung von Glukose für die Versorgung des Gehirns in jedem Fall möglich ist.

Dass trotz Alkoholabbau noch genügend Glukose bereitgestellt wird, um keine gefährliche Unterzuckerung entstehen zu lassen, das kann aus der millionenfach gemachten Erfahrung von Menschen mit viel oder sehr viel Alkohol geschlossen werden. Ein Grund dafür dürfte sein, dass neben der Leber auch die Nieren mittels Glukoneogenese Glukose bereit stellen. Die Nieren machen das zuverlässig weiter, auch wenn die Leber voll mit dem Alkoholabbau beschätigt ist. Deshalb kann nach dem Genuss von viel Alkohol schon mal der BZ etwas niedriger werden. Er wird aber nicht so gefährlich niedrig, dass man ins hypoglykämische Koma fallen könnte. So etwas kann nur bei Diabetikern passieren und auch bei denen nur dann, wenn sie BZ-senkende Medikamente (Insulin oder SHs) nehmen und den geringeren Bedarf durch den Alkoholabbau nicht richtig berücksichtigen. Ohne so etwas kann so eine gefährliche Unterzuckerung durch Alkohol nicht vorkommen, weder bei KH-reicher Ernährung, noch bei einer ketogenen Ernährung. Auch für Diabetiker wird der Umgang mit Alkohol unter ketogener Ernaährung nicht schwerer als vorher, möglicherweise wird es etwas leichter.

LG Rainer
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Re: Woher kommen die Kalorien in Alkohol?

Beitragvon Mandalay » 7. März 2014, 13:24

wenn du auf die Ärzte hörst, dann dürftest du dich in unserem LCHF-Forum nicht einmal umsehen, weil die Mehrheit der Ärzte das schon für extrem gesundheitsgefährdend hält. Mag sein, dass dein bekannte oder verwandter Arzt nicht ganz so rückschrittlich ist. Auf keinen Fall gehört er zu der Handvoll von Ärzten hier in Deutschland, die bereits ausreichende praktische Erfahrungen mit ketogenen Ernährung gesammelt haben. Insofern ist alles, was dein Arzt dir sagt unter dem Gesichtspunkt "Das könnte praktisch so laufen, vielleicht ist es aber auch ganz anders." zu betrachten.
Mein übrigens sehr alternativ orientierter Arzt hat zumindest mehr Ahnung von Stoffwechselprozessen als du, da er mir sehr viel mehr auf Fakten beruhende Argumente nennen konnte.
Es ist auf jeden Fall so, dass die Leber weder Ketonkörper noch Glukose produziert bzw. aus ihren Speichern zu Verfügung stellt. Damit bleibt wie du richtig gesagt hast nur noch die Glukoneogenese in der Niere, die allerdings nicht die Aufgabe hat den Blutzucker zu stabilisieren. Der Grund warum millionenfach gemachte Erfahrungen nicht zu Unterzuckerungen führen ist ganz einfach: wenn man nicht darauf achtet, hat man in der Regel Zucker mit dem Essen in ausreichenden Mengen zu sich genommen und dazu nimmt man häufig ja auch nicht wenig KHs mit dem Alkohol zu sich. Auch bei gesunden Menschen fällt der Blutzucker trotz KHs im Alkohol ab, aber eben im verträglichen Maß bei viel Bewegung (tanzen) kann es sogar auch ungemütlich werden.
Ich möchte nicht behaupten, dass man sofort ins Koma fällt, aber ich halte es nicht für ungefährlich. Früher habe ich oft die Nacht durchgetanzt + eine Flasche Wodka getrunken (ich weiß, das ist sowieso nicht gesund, aber ich hab es gut weggesteckt). Allein die Bewegung würde das bisschen Glukose aus der Niere schon abbauen. Ich denke ein maßvoller und kontollierter Konsum ist angebracht, da ich hier keine Argumente finde, weshalb das in Ketose nicht zumindest zu einem höheren Risiko führt.
Für Diabetiker sollte es im übrigen keinen Unterschied machen, das Problem wegen nicht Vorhandensein von KHs wenig von Insulin beeinflusst werden sollte, oder?

Also, ich bin nicht überzeugt, wie man damit umgeht soll jeder für sich entscheiden :-)


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