OMAD

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Tapps
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Re: OMAD

Beitragvon Tapps » 7. März 2018, 18:06

Mir stellt sich aber die Frage: was passiert wenn man wieder "normal" isst im Rahmen von LCHF (2-3 Mahlzeiten)
... oder bleibt man ein lebenlang bei OMAD - oder spielt sich der Stoffwechsel nach einer OMAD-Periode so ein, dass man
das Gewicht halten kann... :-?
Darauf geht Dr. Fung ein, er schreibt:
Langfristiger Gewichtsverlust ist ein Prozess, der in zwei Phasen abläuft. Es gibt zwei Hauptfaktoren, die dafür sorgen, dass unser Insulinspiegel auf einem hohen Niveau bleibt.

Der erste Faktor sind die Dinge, die wir essen beziehungsweise trinken – und die wir normalerweise ändern, wenn wir eine Diät machen.

Aber wir versäumen es, den anderen Faktor anzusprechen: das langfristige Problem der Insulinresistenz, das sich allerdings durch ein geschicktes Timing der Mahlzeiten beheben lässt. Insulinresistenz bewirkt, dass unser Insulinspiegel hoch bleibt. Dieser sorgt dafür, dass unser Setpoint oben bleibt und wir einfach nicht abnehmen. Wir fangen an, mehr Appetit zu entwickeln. Unser Stoffwechsel (das heißt unser Gesamtenergieverbrauch) sinkt immer weiter, bis wir weniger verbrennen als aufnehmen. Unser Gewicht erreicht ein Plateau und steigt trotz Einhaltung der Diät wieder auf unseren ursprünglichen Setpoint.

Die Änderung unseres Speiseplans reicht also nicht immer aus. Um erfolgreich zu sein, müssen wir den Kreislauf der Insulinresistenz durchbrechen. Aber wie?

Der Körper reagiert auf die Insulinresistenz mit einem Anstieg des Insulinspiegels, der wiederum zu einer höheren Insulinresistenz führt. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, müssen wir immer wieder in Phasen mit einem sehr niedrigen Insulinspiegel geraten. Denn eine Resistenz entsteht nur, wenn der Insulinspiegel dauerhaft erhöht bleibt.

Doch wie können wir unseren Körper dazu bringen, den Insulinspiegel vorübergehend zu senken – und zwar drastisch? Wir wissen, dass die richtige Auswahl an Nahrungsmitteln einen hohen Insulinspiegel zwar verhindert, aber auch nicht sonderlich senkt. Manche Speisen sind besser als andere; aber deswegen sorgt trotzdem alles, was wir essen, für einen Anstieg der Insulinproduktion. Wenn also alle Nahrungsmittel den Insulinspiegel steigen lassen, können wir ihn nur senken, indem wir vollständig auf Nahrung verzichten. Mit anderen Worten: Wir müssen fasten.

Fung, Jason. Die Schlankformel(German Edition) (S.282-283). Riva. Kindle-Version.
Vielleicht beantwortet das deine Frage. ;)

Duftrausch
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Re: OMAD

Beitragvon Duftrausch » 7. März 2018, 18:19

Also, selbst wenn man irgendwann nicht mehr OMAD macht, passiert gar nichts, auch nach dem ganzen Fasten geht es normal weiter. Der Mensch ist Jahrtausenden darauf programmiert Mahlzeiten auszulassen, zu fasten.
Es ist immer anzustreben seine Ernährung so gut es geht zusammenzustellen, möglichst gesund. Es soll nie sein, dass man von Fastfood lebt und durch Fastenzeiten, egal, wie lang, das Gewicht reguliert, das kann nur nach hinten los gehen. Ich faste ja nun seit 20 Jahren und ich habe es immer wieder erlebt, dass ich nach dem Fasten vor allem auf Grünzeug Appetit habe, auf richtiges, gesundes Essen und das berichten sehr viele Menschen, die ich fastend erlebt habe.
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Shenana
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Re: OMAD

Beitragvon Shenana » 7. März 2018, 18:30

ok - das hört sich so in etwa an wie "Kalorien-Schaukeln" . Ja, periodisches Fasten ist gesund und gehörte vor längerer Zeit
notgedrungen zu unserem Alltag. Heute im Nahrungsmittelüberfluß fällt das natürlich schwer.
Früher rannte man der Nahrung hinterher - heute muß man eher weglaufen... :D .

Es ist auf jeden Fall ein spannendes "Experiment" und ich wünsche allen Beteiligten größtmöglichen Erfolg !

Duftrausch
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Re: OMAD

Beitragvon Duftrausch » 7. März 2018, 18:46

Ich suche ja weiterhin nach Infos, ab wann und wie die Autophagie abläuft und finde gerade, dass es vom
20.-22. März Infos satt dazu gibt. Man kann life teilnehmen und danach Fragen stellen. Kostenlos.
heilfastentage eingeben, dann kommt die Adresse schon.
(meine erste Recherche ergab, dass man bis 500 kal zu sich nehmen kann, ohne die Autophagie zu stören. So kannte ich das auch schon vom Buchinger Fasten. Wobei es gab mal eine sehr ausführliche Doku von ARTE, da wurde aus einer russischen Fastenklinik berichtet, die die Patienten wirklich auf Wasser setzten)
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Tapps
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Re: OMAD

Beitragvon Tapps » 7. März 2018, 19:53

Früher rannte man der Nahrung hinterher - heute muß man eher weglaufen... :D
Schönes Bild. :))

Ich hab gelesen, dass die Autophagie so etwa ab 14-17 Stunden ohne
Nahrung einsetzt. Es gibt aber auch Angaben von 8 Stunden. Weiß man
wohl nicht so genau.

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Re: OMAD

Beitragvon Duftrausch » 7. März 2018, 22:17

Wer noch mehr Infos sofort will.
Kann man einem Professor der Charité auf YouTube lauschen.

Andreas Michaelen heißt der. oder mal googeln.
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Re: OMAD

Beitragvon Duftrausch » 8. März 2018, 09:34

Also, noch mal Infos gefunden. Autophagie findet ja immer statt (sonst entwickelt sich z.B. Krebs). Beim Fasten werden die Vorgänge nur noch mal neu aufgelegt und wesentlich verstärkt (dieses Aufräumen des Zellmülls- Eiweiß- kann man als Besaitung von Schlacke verstehen). Dazu reicht es aber, beim Fasten unter 500 Kalorien zu bleiben, was auch geraten wird, anstelle von Null-Fasten - das ist wirklich Kranken und Kliniken vorbehalten- .
Beim IF allerdings soll man tatsächlich nur Wasser zu sich nehmen, um einen guten Effekt zu haben.
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Re: OMAD

Beitragvon Tapps » 8. März 2018, 13:51

Heute wieder OMAD. Es gab Wasser und Kaffee schwarz. Alles im grünen Bereich.
Weiß nicht, ob ich auch auf Kaffee und Tee verzichten möchte beim Fasten oder auf
die Brühe. :?: Ich halte mich da an Dr. Fung.

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BiggiSist
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Re: OMAD

Beitragvon BiggiSist » 8. März 2018, 15:14

reinhüpf, wenns recht ist?

Hallo zusammen,
gerade erst angemeldet, also Frischling in diesem Forum, stolpere ich gleich beim ersten Stöbern, hocherfreut, über euer Thema OMAD hier und würde mich sehr gerne mit euch austauschen.

Ich bin ü60, seit 17 Jahren Diabetikerin, seit ca. einem Jahr mit (langzeit) Insulin.
Nach vielen Jahren auf der Suche nach einer, für mich akzeptablen Ernährungsform, bin ich über etliche Umwege, bei LCHF glücklich gelandet.
Da ich bereits seit einigen Monaten 16/8 faste, was allerdings weder meinen Diabetes, noch das Gewicht, erwähnenswert beeindruckt hat, war der Schritt zu OMAD, vor 28 Tagen, für mich kein besonders großer mehr und dank zwischenzeitlich deutlicher Verbesserung meines BZ und Gewichts, bin ich mehr denn je zuversichtlich, endlich einen Weg zur aktiven Beeinflussung meines Stoffwechsels gefunden zu haben.

LG
Biggi
L.G. BiggiSist :smile:

Rubinchen
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Re: OMAD

Beitragvon Rubinchen » 8. März 2018, 15:53

reinhüpf, wenns recht ist?

Hallo zusammen,
gerade erst angemeldet, also Frischling in diesem Forum, stolpere ich gleich beim ersten Stöbern, hocherfreut, über euer Thema OMAD hier und würde mich sehr gerne mit euch austauschen.

Ich bin ü60, seit 17 Jahren Diabetikerin, seit ca. einem Jahr mit (langzeit) Insulin.
Nach vielen Jahren auf der Suche nach einer, für mich akzeptablen Ernährungsform, bin ich über etliche Umwege, bei LCHF glücklich gelandet.
Da ich bereits seit einigen Monaten 16/8 faste, was allerdings weder meinen Diabetes, noch das Gewicht, erwähnenswert beeindruckt hat, war der Schritt zu OMAD, vor 28 Tagen, für mich kein besonders großer mehr und dank zwischenzeitlich deutlicher Verbesserung meines BZ und Gewichts, bin ich mehr denn je zuversichtlich, endlich einen Weg zur aktiven Beeinflussung meines Stoffwechsels gefunden zu haben.

LG
Biggi
Hallo und herzlich willkommen Biggi! Es wäre schön, wenn du dich im Vorstellungsthread (viewforum.php?f=11) noch einmal offiziell vorstellen würdest. Hier geht sowas schnell unter, da nur "wenige" in den einzelnen Themen lesen... Dort erhältst du dann auch alle Einsteigerinformationen. Viel Erfolg weiterhin und viel Spaß bei uns!
Start 05/16 mit 98kg bei 1,68m
Ziel - 58kg - erreicht 01/18
Gesamtabnahme: 40kg


2018 durch rückblickend unnötige Experimente wieder auf 69kg zugenommen.

Seit November 2018 wieder zuckerfrei!
Gewicht im Februar 2019: 65kg
Juli 2019: 61kg


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